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	<title>Aus und gewandert</title>
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	<description>E Dütscher i Lozärn</description>
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		<title>Die Z&#252;gelei</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 06:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bis auf den Dortmunder Spacken interessierte niemanden von Anfang an der genaue Termin, die grobe zeitliche Einordnung „wahrscheinlich in der letzten M&#228;rzwoche“ reichte vorerst vollkommen aus, und das war auch gut so, denn wie ich ja schon geschrieben hatte, befand sich unsere Wohnung in der Schweiz ja noch im Bau, und wir wussten daher ja &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.caits.de/2011/66/die-zuegelei">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bis auf den Dortmunder Spacken interessierte niemanden von Anfang an der genaue Termin, die grobe zeitliche Einordnung „wahrscheinlich in der letzten M&auml;rzwoche“ reichte vorerst vollkommen aus, und das war auch gut so, denn <a href="http://www.caits.de/2011/40/nestbau-bzw-suche" target="_blank" class="liinternal">wie ich ja schon geschrieben hatte</a>, befand sich unsere Wohnung in der Schweiz ja noch im Bau, und wir wussten daher ja auch noch gar nicht, ob der Zeitplan &uuml;berhaupt aufgehen w&uuml;rde.</p>
<h2>Zeitplanung</h2>
<p>Parallel zur Organisation der Z&uuml;gelei begannen wir auszumisten – bei einigen M&ouml;belst&uuml;cken stand fest, dass sie einen erneuten Ab- und Aufbau sowie den Transport in die Schweiz eh nicht &uuml;berstehen w&uuml;rden, und wir trennten uns von sechs randvollen Altkleiders&auml;cken alter Klamotten.</p>
<p>Mal wieder ein kleiner Tipp am Rande: Mit dem Entr&uuml;mpeln von Keller und Dachboden beginnen und sich erst dann um die eigentliche Wohnung k&uuml;mmern. Erfahrungsgem&auml;ss stapelt sich dort das meiste Zeug, das man entsorgen kann, und ebenfalls quasi ein ungeschriebenes Gesetz ist es, dass am Ende die Zeit knapp zu werden pflegt. Viele Leute stapeln daher von Umzug zu Umzug immer mehr Ramsch, den man eigentlich l&auml;ngst h&auml;tte entsorgen k&ouml;nnen.</p>
<p>Ende Februar lieferte uns die Spedition die Umzugskartons inkl. Packmaterial. Wie vorab besprochen, handelte es sich um gebrauchte professionelle Speditionskartons, die im Mittel deutliche Gebrauchsspuren aufwiesen, aber durch die Bank sauber und stabil waren und ihren Zweck, noch einmalig einen Transport zu &uuml;berstehen, voll erf&uuml;llen w&uuml;rden. Jeder Karton verf&uuml;gte &uuml;ber einen sauberen grossen Aufkleber, auf dem man den Inhalt und das Zielzimmer vermerken konnte, und das beigelegte Packmaterial (jede Menge Seidenpapier und spezielle Wellpappebl&auml;tter f&uuml;rs Einrollen von Gl&auml;sern und Tassen) war so umfangreich ausgelegt, dass wir nun noch genug f&uuml;r einen weiteren Umzug &uuml;brig haben.</p>
<p>Zwischen all den anderen noch zu erledigenden Dingen konnten wir so ab Anfang M&auml;rz mit dem Einpacken unseres Hausrats beginnen. Damit die Kartons nicht &uuml;berall im Weg herumstehen w&uuml;rden, r&auml;umten wir unsere Essdiele aus; so konnten wir nahezu s&auml;mtliche Kartons ordentlich und stabil in diesem „Halb“zimmer stapeln. Wie im letzten Post als Tipp schon genannt, wurde jeder Karton auf allen sichtbaren Fl&auml;chen nummeriert und auf dem Aufkleber und einer der Schmalseiten grob der Inhalt angegeben – alle Angaben wurden parallel dazu in einer Liste aufgenommen.</p>
<p>In der ersten M&auml;rzwoche erhielten wir dann Post von unserem neuen Vermieter mit dem genauen &Uuml;bergabetermin. Da quasi zeitgleich insgesamt 22 Wohnungen in 2 brandneuen Geb&auml;uden bezugsbereit und &uuml;bergeben wurden, wollte die Verwaltung idealerweise auch gleich Zeitfenster f&uuml;rs Z&uuml;geln zuteilen (keine Ahnung, in wie weit dies f&uuml;r die Schweiz repr&auml;sentativ ist, f&uuml;r uns Deutsche mutet das auf jeden Fall erst einmal ungewohnt an). In unserem Schreiben stand etwa folgender Wortlaut: „Wir m&ouml;chten am 30.03. um 11:00 Uhr die Wohnungs&uuml;bergabe mit Ihnen durchf&uuml;hren; direkt im Anschluss k&ouml;nnen Sie dann in Ihre neue Wohnung z&uuml;geln“, und „wir bitten um R&uuml;cksichtnahme auf Ihre Mitmieter, da an jedem Tag bis zu drei &Uuml;bergaben stattfinden“.</p>
<p>Tja, da hatten wir anscheinend ein Problem. Der vorgeschlagene &Uuml;bergabetermin war zwar vollkommen in Ordnung (wenngleich unser Terminplan damit absolut auf Kante gen&auml;ht war, da ich ja schon am 01.04. meinen ersten Arbeitstag haben w&uuml;rde), aber der Passus mit dem direkt anschliessenden Einzug gefiel uns gar nicht. Also rief ich bei der Verwaltung an und erkundigte mich sicherheitshalber, ob das wirklich so gemeint w&auml;re wie wir es interpretierten. „Ja, nat&uuml;rlich“, lautete die Auskunft. „Tja, tut mir schrecklich leid, aber dann haben wir ein Problem – wir z&uuml;geln ja nicht nur ein paar Kilometer wie die meisten anderen, sondern kommen &uuml;ber fast 700 km entfernt aus Deutschland. Unsere Spedition muss am Vortag einpacken und f&auml;hrt &uuml;ber Nacht bis zur Grenze, und voraussichtlich ab 8 Uhr w&auml;ren die dann vor Ort. Ich kann ein halbes Dutzend Leute nicht vier Stunden lang einfach d&auml;umchendrehend da warten und sitzen lassen, wer soll das denn bezahlen?“ – „Oh, das haben wir in der Tat nicht bedacht. Ja, hm, lassen Sie mich bitte mal schauen…..(f&auml;ngt an zu r&auml;umen und zu kramen)“.</p>
<p>Ich wiederum: „Bitte, ich m&ouml;chte Ihnen da auch keine riesigen Umst&auml;nde machen, Sie haben da ja offenbar schon alles organisiert. Wie viele Parteien z&uuml;geln denn am 31.03.?“ – „Niemand.“ – „Na ist doch perfekt, was halten Sie denn von folgendem Vorschlag? Wir f&uuml;hren die &Uuml;bergabe durch wie von Ihnen geplant, aber ich lasse unseren Hausrat dann erst am 31. kommen – so st&ouml;ren wir mit dem dicken Laster dann auch keine unserer Nachbarn.“ – „Ja, das ist eine super Idee, so k&ouml;nnen wir das machen. Ich halte das bei uns schriftlich fest, dann passt das“. Mit dieser L&ouml;sung fiel uns ein Stein vom Herzen, entsprach die Vorgehensweise doch auch eher unserer eigenen Planung.</p>
<p>Direkt im Anschluss teilte ich der Spedition den endg&uuml;ltigen Termin mit. Bis Mitte M&auml;rz brauchten die dann zur Vorbereitung der Zollformalit&auml;ten noch diverse zuvor besprochene Unterlagen von uns:</p>
<ul>
<li>Vollst&auml;ndig ausgef&uuml;lltes und unterschriebenes Zollformular 18.44 inkl. &Uuml;bersiedelungsgutliste</li>
<li>Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung (gibt es f&uuml;r EU15/EFTA-B&uuml;rger formell nicht mehr, allerdings erh&auml;lt der zuk&uuml;nftige Arbeitgeber nach Einreichung des Antrags immer noch ein Schreiben zur Best&auml;tigung des vollst&auml;ndigen Eingangs aller erforderlichen Unterlagen, und das nimmt der Zoll gerne als informelle Zusicherung)</li>
<li>Kopie des Arbeitsvertrags (Betr&auml;ge k&ouml;nnen geschw&auml;rzt sein)</li>
<li>Kopie Abmeldebescheinung aus Deutschland</li>
<li>Kopie Reisep&auml;sse aller einwandernden Familienmitglieder</li>
<li>Kopie Mietvertrag</li>
</ul>
<p>Je mehr dieser Unterlagen verf&uuml;gbar sind, desto besser. F&uuml;r die Vorab&uuml;berstellung der Unterlagen reichen Scans bzw. Fotokopien v&ouml;llig aus, lediglich 18.44 und die &Uuml;bersiedelungsgutliste muss der Fahrer der Spedition am Tag der &Uuml;berf&uuml;hrung der Sachen im Original mitf&uuml;hren.</p>
<p>Unsere endg&uuml;ltige Planung: ich reise am 29.03. mit dem Wagen, Brotbackautomat samt Stromadapter, ein paar Lebensmitteln und unseren wertvollsten Dokumenten in die Schweiz und &uuml;bernachte bei einem Bekannten von M. an der Z&uuml;rcher Goldk&uuml;ste. Von dort aus fahre ich am 30.03. dann weiter und wickle die Wohnungs&uuml;bergabe ab, um anschliessend einige Besorgungen zu erledigen und Brot f&uuml;r die M&ouml;belpacker als Verpflegung vor Ort zu backen. Gleichzeitig r&uuml;ckt die Spedition am 30.03. an unserer alten Wohnung an und r&auml;umt sie leer, &uuml;berwacht von M.. Die Spediteure bringen den LKW anschliessend auf ihren Werkshof, gehen fr&uuml;h schlafen und beginnen gegen 22 Uhr die Reise Richtung Deutsch/Schweizer Grenze Weil am Rhein, wo sie in den fr&uuml;hen Morgenstunden des 31.03. ankommen. Ankunft im Raum Luzern bei unserer neuen Wohnung dann am Vormittag, wo dann der LKW entladen und alle M&ouml;bel am richtigen Platz wieder montiert werden.</p>
<p>M. musste noch bis Mitte Mai in Deutschland bleiben, bis ihr Mutterschutz begann. Daher blieben einige wenige Sachen in unserer alten Wohnung, in der sie es sich dann f&uuml;r die n&auml;chsten sechs Wochen „gem&uuml;tlich“ machen w&uuml;rde. F&uuml;r die Nacht vom 30. auf den 31. in unserer noch komplett leeren neuen Wohnung hatte ich aufblasbares Bett, Isomatte und Schlafsack dabei.</p>
<h2>Der Z&uuml;geltag</h2>
<p>Die Realit&auml;t lief denn auch beinahe exakt wie geplant ab. Am Tag vor meiner Ausreise <a href="http://www.caits.de/2011/53/wichtiger-und-nuetzlicher-ausweiskram" target="_blank" class="liinternal">meldete ich mich vollst&auml;ndig in Deutschland ab</a>, eine Kopie der Abmeldebescheinigung reichte ich noch bei der Spedition ein (man sollte die Bescheinigung unbedingt hochaufl&ouml;send einscannen und gut und sicher archivieren &#8211; sp&auml;ter gibt es noch etliche n&uuml;tzliche Anwendungsf&auml;lle f&uuml;r das Ding). Die Spedition wiederum sorgte am selben Tag noch f&uuml;r ein amtliches Parkverbot vor unserer Wohnung und r&uuml;ckte p&uuml;nktlich zum Einpacken an, w&auml;hrend ich parallel dazu in Malters die Wohnung entgegen nahm (alles fein s&auml;uberlich auf einer f&uuml;nf Seiten langen &Uuml;bergabeliste schriftlich fixiert). Ungeplant war lediglich die lange Wartezeit an der Grenze am darauf folgenden Morgen, so dass der LKW nicht wie geplant um 08:00 Uhr, sondern erst gegen 11 in Malters ankam. Dennoch wurden die Leute der Spedition zeitig fertig, Ausladen des LKW und Aufbauen der M&ouml;bel dauerte gerade einmal bis 15 Uhr.</p>
<h2>Anmeldung, Strom, Telefon/Internet, Eingew&ouml;hnen</h2>
<p>Am 01.04. meldete ich mich auf der Gemeinde an. Das muss innert acht Tagen ab Datum der Einreise erfolgen und schliesst die Beantragung der Aufenthaltsbewilligung ab. Daher muss man zur Anmeldung auch ein biometrisches Passfoto mitbringen. Zus&auml;tzlich hatte ich noch Kopien unseres Mietvertrags und meines Arbeitsvertrags dabei. Zwei Wochen sp&auml;ter erhielt ich Post vom Bundesamt f&uuml;r Migration in Luzern mit einem Termin zum pers&ouml;nlichen Vorstellungsgespr&auml;ch direkt nach Ostern, in dessen Anschluss ich dann meine B-Bewilligung ausgeh&auml;ndigt bek&auml;me.</p>
<p>Beim Gemeindeamt erhielt ich eine dicke Willkommensmappe mit etlichen Informationen rund um die Gemeinde, einen Abfallkalender, zur M&uuml;lltrennung und und und – und ein Anmeldeformular zur <strong>Billag</strong>. Das ist die hiesige Form der deutschen GEZ und anders als diese nicht ger&auml;tebezogen, sondern eine Haushaltsabgabe, der man nicht entgehen kann. Es ist dringend davon abzuraten, einen solchen Versuch zu unternehmen, denn das w&auml;re quasi zwangsl&auml;ufig zum Scheitern verurteilt und kostet schlanke 5‘000 Stutz extra. Die regul&auml;re Billaggeb&uuml;hr betr&auml;gt 38.55 CHF pro Monat, und derzeit wird von monatlicher Rechnungstellung auf eine j&auml;hrliche Vorauszahlung umgestellt. Die Billaganmeldung habe ich noch am gleichen Tag ausgef&uuml;llt und eingeworfen – f&uuml;r den April mussten wir effektiv keine Geb&uuml;hren zahlen, f&uuml;r Mai gab es noch eine Monatsrechnung, und zum Juni traf uns dann schon die Umstellung auf die Jahresgeb&uuml;hr, die allerdings mit einem Zahlungsziel von mehr als 90 Tagen erst jetzt im September beglichen werden muss.</p>
<p>Um die Anmeldung beim &ouml;rtlichen Stromanbieter (so offen wie in Deutschland ist der hiesige Markt nicht, de fakto herrschen hier &uuml;berwiegend noch Gebietsmonopole vor) hat sich unser Vermieter gek&uuml;mmert; man sollte aber sicherheitshalber „seinen“ Stromz&auml;hler im Haus ausfindig machen und den Z&auml;hlerstand direkt beim Einzug notieren.</p>
<p>Eine sehr wichtige Beschaffung hingegen, die ich schnellstm&ouml;glich erledigen wollte, war die Versorgung mit Telefon und Internet. Das sollte man wirklich asap erledigen, denn anderenfalls fressen einen die Roaminggeb&uuml;hren eines stattdessen vorerst weiter genutzten deutschen Mobilfunkangebots buchst&auml;blich auf. In nur zehn Tagen und weniger als 30 Minuten echter Telefonierzeit mit M. habe ich mehr als 45 EUR durch den Kamin gejagt, zum Grossteil halt wegen unversch&auml;mt hoher Roaminggeb&uuml;hren, die seitens callmobile ausserhalb der EU einkassiert werden.</p>
<p>Gross ist die Auswahl hier anders als in Deutschland nicht. Eigentlich hat man fast nur die Wahl zwischen Swisscom (der hiesige Platzhirsch f&uuml;r Festnetz und <acronym title="Digital Subscriber Line (broadband over phone lines)">DSL</acronym>), UPC Cablecom (der Platzhirsch in Sachen Kabelfernsehen und Internet &uuml;bers Kabel) und einigen lokalen Kabelnetzbetreibern. Da unser Kabelanschluss schon als Nebenkostenbestandteil der Miete abgerechnet wird (und der Anbieter eben genau einer dieser Lokalanbieter ist), fiel Cablecom aus der Rechnung gleich raus. Swisscom sagte mir einfach nicht zu (sehr teuer f&uuml;r deutsche Verh&auml;ltnisse, der Telefonanschluss h&auml;tte unter Beizug eines Elektrikers – was f&uuml;r sich schon einige hundert Stutz extra kostet &#8211; aktiviert werden m&uuml;ssen, und ich h&auml;tte irgendwie die Firmware unserer Fritzbox 7270 auf AnnexA umpatchen m&uuml;ssen. Im Vergleich dazu war das Angebot des Kabelanbieters ein Schn&auml;ppchen: Telefonie mit einer Semiflat (1‘000 min/Monat inkl.) und Internet mit 12 MBit down / 800 KBit up als Vollflat f&uuml;r 84.00 CHF pro Monat, f&uuml;rs Kabelmodem f&auml;llt nur eine einmalige Kaution von 120 CHF an, und der Vertrag ist j&auml;hrlich k&uuml;ndbar. Die Fritzbox l&auml;sst sich problemlos als Router „hinter“ dem Kabelmodem weiternutzen, und sogar der Telefonanlagenteil ist mit etwas Bastelei (man muss sich selbst ein passendes Kabel crimpen) direkt nutzbar.</p>
<p>Wie lange es dauerte, bis ich den Anschluss nutzen konnte, fragt ihr? Nun, am 06.04. bin ich in den &ouml;rtlichen Laden zur Beauftragung des Anschlusses, zwei Tage sp&auml;ter sollte ich das Kabelmodem abholen kommen, und noch am selben Abend war der Anschluss schon „scharf“ und freigeschaltet.</p>
<p>Will man anschliessend nicht innert kurzer Zeit mit etlichen Werbeanrufen bombardiert werden, sollte man es in Erw&auml;gung ziehen, den <a href="http://www.directories.ch/" target="_blank" class="liexternal">Eintrag im Telefonbuch mit einem Sternchen versehen</a> zu lassen (bedeutet so viel wie „bitte keine Werbeanrufe“ und ist sogar halbwegs wirksam) sowie sich in die <a href="http://www.sdv-asmd.ch/index.php?TPL=10109" target="_blank" class="liexternal">Robinsonliste der Werbewirtschaft</a> eintragen (die h&auml;lt nicht nur den Anrufbeantworter, sondern gleich auch den Briefkasten mit sauber).</p>
<h2>Praxistipp VoIP</h2>
<p>Zum Abschluss heute noch ein sehr wertvoller Tipp, um die Telefoniekosten mit den Freunden und Verwandten in Deutschland zu senken: legt euch, idealerweise noch vor der Auswanderung, also so lange ihr noch eine deutsche Hauptanschrift habt, einen Voice over <acronym title="Internet Protocol">IP</acronym> Account mit deutscher Telefonnummer zu. Ich habe das beispielsweise bei Sipgate gemacht, geht dank automatisierter Abfrage der Wohnanschrift bei der Schufa online in Minutenschnelle. Damit habt ihr dann innerhalb der Schweiz eure Schweizer Festnetznummer, und f&uuml;r Telefonate nach Deutschland telefoniert ihr konsequent mit der VoIP-Nummer. Bei uns macht das einen Unterschied von 0.10 CHF pro Minute gegen&uuml;ber 1.79 €c / min, also gut 80 Prozent Preisersparnis. Und umgekehrt k&ouml;nnen die deutschen Freunde und Verwandten &uuml;blicherweise f&uuml;r lau bei euch anrufen, da in Deutschland ja inzwischen fast jeder eine echte Flatrate ins Festnetz hat (und ihr habt ja eine deutsche VoIP-Nummer mit deutscher Ortsvorwahl, gell).</p>
<p>In unserer Fritzbox kann man das dann auch noch toll konfigurieren, dass je nach angerufener Nummer das passende Mobilteil bimmelt, und durch Wahlregeln kann die Box auch selbst&auml;ndig feststellen, wann ihr nach Deutschland telefoniert (und w&auml;hlt dann selbst zwischen Festnetz und VoIP).</p>
<p>So gaaaaanz sauber ist der Trick zwar nicht, weil man genau genommen keine deutsche Festnetznummer mehr haben darf, wenn man keinen deutschen Wohnsitz mehr sein eigen nennt – falls einen gar zu sehr das schlechte Gewissen plagen sollte, kann man aber die Nummer ja auch einfach auf Eltern oder Geschwister in Deutschland laufen lassen.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2011 Carsten Albrecht<br />Dieser Feed ist ausschliesslich f&uuml;r eine pers&ouml;nliche, private und nicht-kommerzielle Nutzung bestimmt. <br />Eine Nutzung auf anderen Websites stellt eine Urheberrechtsverletzung dar. Wenn dieser Inhalt inkl. dieses Copyright-Vermerks nicht in deinem Feedreader dargestellt wird, sondern auf einer Website, handelt es sich folglich um einen Urheberrechtsverletzer und schn&ouml;des Copycat. (Digital Fingerprint:<br /> d40a4ec9397515f8491274cc6d563e0d (38.107.179.217) )</small> <p><a href="http://www.caits.de/?flattrss_redirect&amp;id=66&amp;md5=13c57a456f1c3137de742684643cb3cb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.caits.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Umzug organisieren</title>
		<link>http://www.caits.de/2011/62/umzug-organisieren</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 17:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Spedition]]></category>
		<category><![CDATA[Zügeln]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach l&#228;ngerer Pause finde ich endlich einmal wieder etwas Zeit, hier weiter zu schreiben. In den letzten Posts habe ich ja schon viele wichtige Aspekte beschrieben, nun geht es so langsam aber sicher ans Eingemachte, n&#228;mlich die Organisation des eigentlichen Umzugs. Zur Wahl stehen hier klassisch zwei Varianten, n&#228;mlich das Anmieten eines passend dimensionierten Kleinlasters &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.caits.de/2011/62/umzug-organisieren">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach l&auml;ngerer Pause finde ich endlich einmal wieder etwas Zeit, hier weiter zu schreiben. In den letzten Posts habe ich ja schon viele wichtige Aspekte beschrieben, nun geht es so langsam aber sicher ans Eingemachte, n&auml;mlich die Organisation des eigentlichen Umzugs.</p>
<p>Zur Wahl stehen hier klassisch zwei Varianten, n&auml;mlich das Anmieten eines passend dimensionierten Kleinlasters und komplett eigenh&auml;ndiger Abbau der M&ouml;bel, Verladung, Transport und Wiederaufbau in der neuen Wohnung, bzw. die komfortablere (aber auch zumeist deutlich teurere) Variante, kurzerhand eine Umzugsspedition zu beauftragen.</p>
<p>Egal, f&uuml;r welche Variante man sich entscheidet, in jedem Fall gilt es, eine sogenannte Umzugsgutliste zu erstellen, die bei der Einreise dem Schweizer Zoll vorgelegt werden muss. Es lohnt sich also, diese Liste m&ouml;glichst fr&uuml;hzeitig aufzustellen, hilft sie doch unter anderem auch bei der korrekten Einordnung, wie gross beispielsweise der Kleinlaster werden muss, bzw. mit welchen Kosten man bei der Spedition zu rechnen hat.</p>
<h2>Was geh&ouml;rt auf diese Liste?</h2>
<p>Aufzulisten ist praktisch der gesamte Hausrat, den man mit in die Schweiz einf&uuml;hren m&ouml;chte, also s&auml;mtliche M&ouml;bel, Kleidung, Spielzeug, Lebensmittelvorr&auml;te, Geschirr etc.. Auch wenn ihr nicht direkt alles mitnehmen werdet, muss die Liste dennoch vollst&auml;ndig sein, da man zwar bis zu eineinhalb Jahre nach dem ersten Einreisetag noch sogenannte Teileinfuhren durchf&uuml;hren darf, der Schweizer Zoll m&ouml;chte aber direkt bei der Einreise wissen, was ihr alles einzuf&uuml;hren gedenkt. Bei den Lebensmitteln sind insbesondere bei Alkohol, Tabak, manchen Pflanzen etc. spezielle Limite und ggf. Auflagen zu ber&uuml;cksichtigen. Genaueres erfahrt ihr auf den Webseiten des Schweizer Zolls.</p>
<p>Erstaunlich ist, dass beim normalen privaten Reiseverkehr recht strikte Limite f&uuml;r Wein, Bier und h&auml;rtere Alkoholika sowie Tabakwaren bestehen, die unbeanstandeten Maximalmengen bei der Deklaration als &Uuml;bersiedelungsgut hingegen recht grossz&uuml;gig dimensioniert sind. So darf man bis zu 200 Liter Wein oder Bier (sogenannte „haushalts&uuml;bliche Menge“) mit einf&uuml;hren – das haben wir als Weintrinker nat&uuml;rlich ausgenutzt.</p>
<p>Achtung bei Neuwaren: Als &Uuml;bersiedelungsgut gelten ausschliesslich Dinge, die sich zum Einreisezeitpunkt seit mindestens sechs Monaten in eurem Besitz befinden. Es ist also anzuraten, bei noch extrem neu wirkenden Sachen sicherheitshalber die Originalrechnung parat zu haben, falls sich ein Z&ouml;llner doch einmal den Inhalt des LKW genauer anschauen m&ouml;chte. Alle Gegenst&auml;nde, die ihr innerhalb der letzten sechs Monate vor der Einreise angeschafft habt, m&uuml;ssen regul&auml;r verzollt werden. Das gilt &uuml;brigens auch f&uuml;r eure(n) PKW(s) – dazu aber in einem eigenen Post beizeiten mehr.</p>
<h2>Wie ausf&uuml;hrlich muss die Liste sein?</h2>
<p>Es reicht offiziellen Angaben auf den Webseiten des Schweizer Zolls zufolge vollkommen aus, wenn die Liste grob strukturiert euren Hausrat auflistet, also z.B. „eine Waschmaschine, ein W&auml;schetrockner, ein Bett 160x200cm, zwei Kleiderschr&auml;nke 60x100x235cm, 20 Kartons Kleidung, 5 Kartons Lebensmittel, drei Kartons Geschirr, Besteck, Gl&auml;ser und Tassen, ein Peugeot 307 2.0l Automatik, BJ 2005“.</p>
<p>F&uuml;r euch selbst solltet ihr dann w&auml;hrend des Einpackens all eurer Sachen in die zig Kartons eine Liste erstellen, was in welchem Karton landet (Kartons durchnummerieren nicht vergessen!) und in welches Zimmer in der neuen Wohnung die einzelnen Kartons getragen werden sollen. Jeder Karton selbst sollte neben seiner Nummer und dem Zielzimmer ebenfalls grob seinen Inhalt auflisten. Erstens habt ihr es dann sp&auml;ter beim Auspacken der wichtigsten Haushaltsgegenst&auml;nde einfacher, und zweitens freut sich ein &uuml;bereifriger Z&ouml;llner dann, falls er doch mal einen Blick in den LKW wirft, &uuml;ber eure detaillierte Vorarbeit, die ihm die Stichproben sehr erleichtert (und im Geiste wird er sich wahrscheinlich &uuml;ber die wie immer &uuml;berfleissigen Gummih&auml;lse kaputt lachen).<br />
Zur Liste geh&ouml;rt dann auf jeden Fall noch das vollst&auml;ndig ausgef&uuml;llte Zoll-Formular „&Uuml;bersiedelungsgut“ mit der Nummer 18.44. Die Werte f&uuml;r Sch&auml;tzwert und ungef&auml;hres Gewicht sollten halbwegs plausibel sein, m&uuml;ssen aber nicht wirklich exakt sein.</p>
<h2>Selber machen oder Spedition?</h2>
<p>Es h&auml;ngt nicht zuletzt von euren finanziellen Mitteln und euren pers&ouml;nlichen Vorlieben ab (es soll ja Leute geben, die es als spannendes Hobby betrachten, bei sommerlichen Temperaturen mit einem LKW stundenlang an einer EU-Aussengrenze zu warten), wie ihr die &Uuml;bersiedelung organisiert. F&uuml;r jemanden, der eh schon grenznah auf deutscher Seite gelebt hat und nun in die grenznahe Schweiz z&uuml;geln will, kann es sich durchaus rechnen, alles selbst zu machen. F&uuml;r uns mit unseren fast 700km Distanz war das nichts, wir haben uns von Anfang an auf die Beauftragung einer erfahrenen Spedition konzentriert. Ein Mietlaster f&uuml;r unseren Hausrat w&auml;re inkl. Sprit und Kilometern zwar auf „nur“ etwa 1‘000 EUR gekommen, daf&uuml;r h&auml;tten wir aber auch erheblich mehr Zeitaufwand und Stress mit allem gehabt.</p>
<p>So beschr&auml;nkte sich unser Stress in erster Linie auf das Finden des passenden Auftragnehmers. Dazu sind wir ab Anfang Januar zweigleisig vorgegangen. Auf der einen Seite haben wir eine sogenannte Umzugsauktion gestartet – nicht etwa, um ernsthaft &uuml;bers Internet „unseren“ Auftragnehmer zu finden, sondern einfach, um ein Gef&uuml;hl f&uuml;r das Preisgef&uuml;ge zu bekommen. Das Prinzip ist einfach und funktioniert &auml;hnlich wie eine Niederl&auml;ndische Tulpenauktion oder Handwerker-Websites wie MyHammer und Co.: man muss eingeben, von wo nach wo man z&uuml;geln m&ouml;chte, wann das geschehen soll, wie die Zufahrten an beiden Orten sind und insbesondere welcher Hausrat zu transportieren ist (sp&auml;testens an diesem Punkt angekommen werdet ihr also zwangsl&auml;ufig eine recht genaue Liste eures Hausrats erstellen), und nach und nach melden sich verschiedene Speditionen mit ihren Preisvorstellungen (anonymisiert, versteht sich, da die Plattform als Vermittler ja eine Provision kassieren m&ouml;chte). Erstaunlich ist das so ermittelte Preisspektrum: bei uns ging es von knapp 2‘000 EUR bis zu 4‘500 EUR, und liess man diese beiden Ausreisser aussen vor, lag der Mittelwert zwischen 2‘700 und 2‘900 EUR.<br />
Es bleibt euch als Veranstalter der Auktion zum Schluss dann selbst &uuml;berlassen, ob ihr mit einem oder mehreren Bietern Kontakt aufnehmen wollt, und wenn, dann muss das auch nicht zwingend der optisch billigste Bieter sein. Wir hatten bei der Idee, irgendeine vollkommen fremde Klitsche zu beauftragen, die wom&ouml;glich noch hunderte Kilometer entfernt von unserer alten Wohnung sitzt (einige Gebote erhielten wir ernsthaft aus der N&auml;he der polnischen Grenze), einfach kein gutes Gef&uuml;hl, sondern wollten bewusst auf pers&ouml;nliche Betreuung aus der N&auml;he setzen.</p>
<p>Daher haben wir uns auf der anderen Seite parallel zur Auktion mit rund einem halben Dutzend Speditionen im Raum Essen, Dortmund, D&uuml;sseldorf sowie eine Empfehlung aus Bremerhaven in Verbindung gesetzt, die laut ihren Websites auf Erfahrungen mit Umz&uuml;gen in die Schweiz verweisen konnten.</p>
<p>Ganz, ganz wichtiger Tipp: lasst euch niemals, niemals, nie auf eine Spedition ein, die nicht Mitglied in einem der M&ouml;belspeditionsverb&auml;nde ist (der wichtigste und seri&ouml;seste zu nennende Verband nennt sich <a href="http://www.amoe.de/" target="_blank" class="liexternal">AMOE</a>), und achtet insbesondere auch niemals einfach nur auf den Preis, sondern auch auf andere Faktoren. Ansonsten kann es euch schnell passieren, dass ihr eure M&ouml;bel am Zielort angekommen als Geiseln vorfindet und sich der ach so g&uuml;nstige Preis auf einmal verdoppelt, oder es gibt &Auml;rger mit dem Schweizer Zoll, oder euer Hausrat kommt besch&auml;digt oder gar unvollst&auml;ndig in der Schweiz an (passiert alles immer wieder, das Internet ist voll von solchen Horrorgeschichten, weil die Auftraggeber urspr&uuml;nglich zu geizig waren). Verbandsmitglieder hingegen werden sich grunds&auml;tzlich die leerzur&auml;umende Wohnung und die Wegverh&auml;ltnisse vor Ort anschauen kommen und eine verbindliche Sch&auml;tzung &uuml;ber den Umfang des Hausrats (in Kubikmetern) sowie ein schriftliches Angebot mit einer verbindlichen Preisobergrenze abgeben.</p>
<p>Wir hatten einen einzigen Nicht-AMOE-Spediteur aus Dortmund kontaktiert, der „selbstverst&auml;ndlich“ der „billigste“ war (Angebot unter 2‘000 EUR), doch der Typ, der bei uns vorbeikam, deklassierte sich von Anfang an selbst. Er stank nach Zigarettenqualm wie nichts Gutes, wirkte ungepflegt, scherte sich einen Dreck darum, dass er mit seinem schmutzigen Arbeitsschuhen unseren Boden versaute, wusste alles besser und wollte mir allen Ernstes auftischen, der Schweizer Zoll wolle eine bis aufs einzelne Buch und die einzelne <acronym title="Compact Disk">CD</acronym>/DVD exakt aufgeschl&uuml;sselte Liste. Ging gar nicht, danke, und ab daf&uuml;r.</p>
<p>Gegenbeispiele waren dann durch die Bank alle anderen Spediteure, die bei uns vorbeikamen. Wer sich angesichts der winterlichen Strassenverh&auml;ltnisse versp&auml;tete, k&uuml;ndigte dies schnell telefonisch an; galt es Schrankinhalte abzusch&auml;tzen, wurden wir vorher gefragt „Darf ich da mal einen Blick hineinwerfen?“, und mehrere der Herren gaben uns durch verschiedenste Tipps (einiges kannte ich aus dem Forum schon) das deutliche Signal, dass sie sich wirklich auskannten (u.A. „Dass Sie noch erheblich mehr Wein einf&uuml;hren d&uuml;rfen, als Sie bisher aufgelistet haben, wissen Sie?“).</p>
<p>Ihr merkt, abgesehen vom Auftreten der Leute ist es gut auch ein paar Fangfragen parat zu haben, mit denen ihr die behauptete Erfahrung mit Nicht-EU-Umz&uuml;gen und speziell Schweiz-Auswanderungen auf ihren Wahrheitsgehalt abklopfen k&ouml;nnt.</p>
<p>Entschieden haben wir uns schlussendlich nicht f&uuml;r das g&uuml;nstigste Angebot, sondern f&uuml;r eine Spedition aus Essen, deren Angebotspreis ziemlich exakt dem Durchschnitt aller erhaltenen Gebote der Auktion und Angebote entsprach. Ausschlaggebende Punkte waren erstens, dass der gute Herr schon w&auml;hrend der Besichtigung en passant die vollst&auml;ndige f&uuml;r den Zoll relevante &Uuml;bersiedelungsgutliste erstellt hatte, und zweitens, dass er der einzige Anbieter &uuml;berhaupt war, der mitgedacht hatte und uns keine Kartons zur Miete anbot, sondern vorab fragte, ob er uns stattdessen gebrauchte Kartons zu einem fairen Preis zum Kauf offerieren d&uuml;rfe, da man sich so den aufwendigen und teuren R&uuml;cktransport der Kartons sparen k&ouml;nne. Schon w&auml;hrend des Besichtigungstermins unserer Wohnung ging er mit uns s&auml;mtliche Papiere f&uuml;r die Zollformalit&auml;ten durch („egal, ob Sie sich f&uuml;r uns entscheiden, einfach damit Sie wissen, worauf Sie achten m&uuml;ssen“).</p>
<p>Da die Frage eh kommt: Rund 2‘800 EUR waren zu veranschlagen, und zwar f&uuml;r ein Rundumsorglospaket, das einzig und allein das Einpacken der Kartons ausklammerte, denn das wollten wir doch lieber selbst machen, um hinterher auch zu wissen, wo wir was wiederfinden w&uuml;rden.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2011 Carsten Albrecht<br />Dieser Feed ist ausschliesslich f&uuml;r eine pers&ouml;nliche, private und nicht-kommerzielle Nutzung bestimmt. <br />Eine Nutzung auf anderen Websites stellt eine Urheberrechtsverletzung dar. Wenn dieser Inhalt inkl. dieses Copyright-Vermerks nicht in deinem Feedreader dargestellt wird, sondern auf einer Website, handelt es sich folglich um einen Urheberrechtsverletzer und schn&ouml;des Copycat. (Digital Fingerprint:<br /> d40a4ec9397515f8491274cc6d563e0d (38.107.179.217) )</small> <p><a href="http://www.caits.de/?flattrss_redirect&amp;id=62&amp;md5=cd0a54bd38215be306adfa9e7bcdb155" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.caits.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Cerebraldarwinismus reloaded</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 12:11:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[In meinem alten Blog hatte ich anno dazumal kurz eine Wortsch&#246;pfung grob erl&#228;utert, die sich w&#228;hrend eines netten Ausgeh-Abends im Gespr&#228;ch ergeben hatte: Cerebraldarwinismus. Aus aktuellem Anlass m&#246;chte ich erg&#228;nzen, dass sich dieser auch ganz ohne Zuhilfenahme alkoholischer Getr&#228;nke praktizieren l&#228;sst. Stattdessen ben&#246;tigt man einfach einen Fernseher mit Fernbedienung und diverse deutsche Privatsender. Jetzt zappt &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.caits.de/2011/58/cerebraldarwinismus-reloaded">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem <a href="http://www.4null4.de/334/cerebraldarwinismus-ist/" target="_blank" class="liexternal">alten Blog</a> hatte ich anno dazumal kurz eine Wortsch&ouml;pfung grob erl&auml;utert, die sich w&auml;hrend eines netten Ausgeh-Abends im Gespr&auml;ch ergeben hatte: Cerebraldarwinismus.</p>
<p>Aus aktuellem Anlass m&ouml;chte ich erg&auml;nzen, dass sich dieser auch ganz ohne Zuhilfenahme alkoholischer Getr&auml;nke praktizieren l&auml;sst. Stattdessen ben&ouml;tigt man einfach einen Fernseher mit Fernbedienung und diverse deutsche Privatsender. Jetzt zappt man der Reihe nach durch die Programme durch und bleibt &#8220;versehentlich&#8221; f&uuml;r mehr als einige wenige Sekunden in den diversen Talkshows, &#8220;DSDS&#8221;-, &#8220;Supertalent&#8221;-, &#8220;GNTM&#8221;-, &#8220;X-Diaries&#8221; etc. -Sendungen h&auml;ngen.</p>
<p>Die Wirkung ist definitiv vergleichbar. Erh&auml;rtend gegen&uuml;ber der klassischen Art der Anwendung ist allerdings, dass ein &uuml;berm&auml;ssiger Genuss offenbar eine exponentielle Wirkung hat, wie die offiziell kommunizierten Einschaltquoten immer wieder belegen.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2011 Carsten Albrecht<br />Dieser Feed ist ausschliesslich f&uuml;r eine pers&ouml;nliche, private und nicht-kommerzielle Nutzung bestimmt. <br />Eine Nutzung auf anderen Websites stellt eine Urheberrechtsverletzung dar. Wenn dieser Inhalt inkl. dieses Copyright-Vermerks nicht in deinem Feedreader dargestellt wird, sondern auf einer Website, handelt es sich folglich um einen Urheberrechtsverletzer und schn&ouml;des Copycat. (Digital Fingerprint:<br /> d40a4ec9397515f8491274cc6d563e0d (38.107.179.217) )</small> <p><a href="http://www.caits.de/?flattrss_redirect&amp;id=58&amp;md5=358cdb5dbf8df54158945a650c09d5ac" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.caits.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wichtiger und n&#252;tzlicher Ausweiskram</title>
		<link>http://www.caits.de/2011/53/wichtiger-und-nuetzlicher-ausweiskram</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 14:23:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Amtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Aufenthaltsbewilligung]]></category>
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		<category><![CDATA[Geburtsurkunde]]></category>
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		<category><![CDATA[Personalausweis]]></category>
		<category><![CDATA[Reisepass]]></category>
		<category><![CDATA[Sorgerecht]]></category>
		<category><![CDATA[Vaterschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab Anfang Januar 2011 begannen wir parallel zu unseren sonstigen Vorbereitungen die n&#228;chsten wichtigen Schritte – jede Menge beh&#246;rdlichen Papierkram zu erledigen. In einem ersten Schritt ist hierbei erst einmal wichtig, s&#228;mtliche Ausweispapiere aller auswandernden Haushaltsmitglieder darauf hin zu &#252;berpr&#252;fen, ob sie in absehbarer Zeit auslaufen werden – insbesondere also Personalausweise und Reisep&#228;sse. Pass und &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.caits.de/2011/53/wichtiger-und-nuetzlicher-ausweiskram">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab Anfang Januar 2011 begannen wir parallel zu unseren sonstigen Vorbereitungen die n&auml;chsten wichtigen Schritte – jede Menge beh&ouml;rdlichen Papierkram zu erledigen. In einem ersten Schritt ist hierbei erst einmal wichtig, s&auml;mtliche Ausweispapiere aller auswandernden Haushaltsmitglieder darauf hin zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob sie in absehbarer Zeit auslaufen werden – insbesondere also Personalausweise und Reisep&auml;sse.</p>
<h2>Pass und Personalausweis</h2>
<p>Einen neuen Reisepass kann man n&auml;mlich zwar auch bei der Botschaft in Bern beantragen, sobald man keinen Wohnsitz mehr in Deutschland hat, es ist allerdings erheblich aufwendiger (man muss zwingend live und in Farbe in Bern h&ouml;chstpers&ouml;nlich vorsprechen) und erfordert eine schiere Unzahl an zus&auml;tzlich vorzulegenden Papieren. Das kann man sich ersparen, wenn man sich rechtzeitig (sp&auml;testens acht Wochen vor der Auswanderung) und noch mit deutschem Wohnsitz drum k&uuml;mmert, falls ein Reisepass wenige Monate nach der Auswanderung ablaufen wird (mit ohnehin schon abgelaufenen Papieren kann man schon die Ausreise selbst vergessen).</p>
<p>Ungleich komplizierter wird es, falls man seinen deutschen Personalausweis weiter behalten m&ouml;chte und dieser kurz nach der Auswanderung ablaufen w&uuml;rde. Da kann einem n&auml;mlich die Botschaft in Bern nach aktuell noch g&uuml;ltigem Stand auch nicht mehr helfen. Genau genommen ist f&uuml;r die Verl&auml;ngerung bzw. Neuausstellung eines abgelaufenen Personalausweises das B&uuml;rgerb&uuml;ro zust&auml;ndig, in dessen Gemeinde man in Deutschland seinen letzten Hauptwohnsitz hatte – da m&uuml;sste man also hin (pers&ouml;nlich, versteht sich), und speziell in l&auml;ndlicheren Gegenden trifft man dann nach einigen &Auml;usserungen im Web zu urteilen vielfach auf Unkenntnis des zust&auml;ndigen Personals, die einen unverrichteter Dinge mit den Worten &#8220;Sie wohnen ja nicht mehr hier&#8221; zur&uuml;ckschicken m&ouml;chten. In Grenzn&auml;he zur Schweiz soll es wohl einige &Auml;mter geben, die sich auch f&uuml;r Ausgewanderte um neue Personalausweise k&uuml;mmern – soweit ich das sehen kann, ist das aber wohl in erster Linie Kulanz, die sich die &Auml;mter auch gut bezahlen lassen.</p>
<p>Ergo: falls ein Perso in B&auml;lde abl&auml;uft, lieber – wiederum noch mit deutschem Wohnsitz – einen neuen Ausweis beantragen (das wird dann jetzt ja automatisch die Chipkarte, die &uuml;brigens sp&auml;ter bei der Abmeldung aus Deutschland dann f&uuml;r Zusatz&#8221;spass&#8221; sorgen kann, siehe unten).</p>
<p>Unsere Reisep&auml;sse waren bei unserer Pr&uuml;fung nicht betroffen, wohl aber mein Personalausweis. Der w&auml;re n&auml;mlich im August abgelaufen, aber speziell f&uuml;r Reisen innerhalb der EU ist es durchaus praktisch auf den dicken Reisepass verzichten zu k&ouml;nnen, wenn man stattdessen seinen Perso mitf&uuml;hrt.<br />
Der neue Chipkarten-Personalausweis erfordert wie auch der moderne Pass ein biometrisches Foto. Die Schweizer Beh&ouml;rden (insbesondere Migrationsamt und Fahrausweisstelle) wollen das ebenfalls, und gl&uuml;cklicherweise sind die Vorgaben beider L&auml;nder hier mal sehr &auml;hnlich, so dass ein Besuch beim deutschen Fotografen f&uuml;r ca. vier Bilder pro Person erst einmal ausreichen sollte.</p>
<p>Also gingen wir Anfang Januar 2011 zum Fotoshooting, und ich stiefelte Ende Januar dann zum B&uuml;rgerb&uuml;ro zwecks Antrag auf neuen Personalausweis. Drei Wochen sp&auml;ter war der neue Ausweis da und dieser Punkt der Todoliste sauber abgehakt.</p>
<p>Aufgrund von M.s Schwangerschaft und damit verbunden wegen des Umstands, dass sie in der Schweiz vorerst und auf absehbare Zeit keine Arbeit suchen w&uuml;rde, w&uuml;rde es unseren Informationssammlungen zufolge als unverheiratetes Paar (sog. Konkubinat in der Schweiz) eventuell schwierig werden, f&uuml;r M. die gleiche B-Aufenthaltsbewilligung wie f&uuml;r mich zu bekommen – verbunden mit dem Nachteil der j&auml;hrlichen Verl&auml;ngerungspflicht und einer erheblich l&auml;ngeren Wartezeit auf eine C-Bewilligung (die gibt’s nur dann, wenn man vorher mindestens f&uuml;nf Jahre am St&uuml;ck schon B hatte). Wir wollten also alles daran setzen, M. als eindeutigen Familiennachzug „durchzubringen“, und da half uns wiederum ihre Schwangerschaft.</p>
<h2>Urkunden</h2>
<p>Unsere Idee: wir wollten auf jeden Fall ein beidseitiges Sorgerecht f&uuml;r unsere Kleine, und dies wiederum setzt eine Vaterschaftsanerkennung voraus. Beides kann man in Deutschland beim &ouml;rtlichen Standes- bzw. Jugendamt deklarieren bzw. beurkunden. Beide Urkunden w&uuml;rden wir zur Beantragung von M.s Aufenthaltsbewilligung zus&auml;tzlich und unaufgefordert mit einreichen, um den Status „Familiennachzug“ deutlich zu machen.</p>
<p>Die Anerkennung der Vaterschaft erfordert eine Geburtsurkunde des Vaters.<br />
Da diese Geburtsurkunde (und auch f&uuml;r jedes Haushaltsmitglied!) sp&auml;ter noch mehrfach in der Schweiz gebraucht wird, lohnt es sich, beim Standesamt seines Geburtsortes mindestens drei Ausfertigungen zu beantragen, idealerweise in Form Internationaler Geburtsurkunden. Die Laufzeit bis zur Zustellung der Urkunden auf dem Postweg liegt unserer Erfahrung nach bei etwa einer Woche (innerhalb Deutschlands). Achtet bitte darauf, die Geburtsurkunden wiederum nicht zu fr&uuml;h zu bestellen, denn aus mir nicht nachvollziehbaren Gr&uuml;nden m&ouml;chten die Schweizer gerne sogenannte „aktuelle“ Urkunden, deren Ausstellungsdatum nicht l&auml;nger als sechs Monate ab Datum der Einreichung gerechnet zur&uuml;ckliegt.</p>
<p>Mit der Geburtsurkunde zogen wir dann zur vorgeburtlichen Vaterschaftsanerkennung, und damit wiederum beurkundeten wir dann amtlich das beidseitige Sorgerecht.</p>
<p>Tipp am Rande: wirklich jede Urkunde, P&auml;sse, Personalausweise, F&uuml;hrerscheine, Fahrzeugscheine des/der Auto(s) etc. auf den Scanner legen und hochaufl&ouml;send und in Topqualit&auml;t einscannen und auf diese Weise elektronisch archivieren. Vielfach stellt man erst vor Ort in der Schweiz fest, wie h&auml;ufig man die eine oder andere Kopie doch noch wieder ben&ouml;tigt, und vom Rechner aus hat man am schnellsten eine neue Kopie ausgedruckt.</p>
<p>Falls ihr irgendwann aus der Kirche ausgetreten seid, habt ihr das auch einmal schriftlich bekommen. Dieser Austrittsbeleg sollte ebenfalls dringend wiedergefunden (bzw. zur Not – gegen Geb&uuml;hr, leider, wiederbeschafft) werden, denn nur wenn man den Kirchenaustritt beim zuk&uuml;nftigen Arbeitgeber nachweisen kann, wird dieser daf&uuml;r sorgen k&ouml;nnen, euch nach der richtigen Quellensteuertabelle ohne KSt. abrechnen zu k&ouml;nnen.</p>
<p>Etwa sechs bis acht Wochen vor dem geplanten Einreisetermin/Stellenantritt solltet ihr dann die Beantragung der Aufenthaltsbewilligung(en) veranlassen. Bei uns hiess das: mitte Februar Kopien (m&uuml;ssen nicht beglaubigt sein) von Reisepass, Geburtsurkunde, Arbeitsvertrag (Betr&auml;ge d&uuml;rfen geschw&auml;rzt sein), Mietvertrag (Betr&auml;ge d&uuml;rfen geschw&auml;rzt sein, dient zum Nachweis angemessen dimensionierten Wohnraums f&uuml;r alle einwandernden Haushaltsmitglieder) sowie Vaterschaftsanerkennung und Sorgerechtserkl&auml;rung an den neuen Arbeitgeber senden, damit dieser die Antr&auml;ge f&uuml;r die Aufenthaltsbewilligung(en) beim zust&auml;ndigen Migrationsamt einreichen kann. Achtung: es ist zwar durchaus &uuml;blich, dass der Arbeitgeber sich darum k&uuml;mmert und das vielleicht sogar f&uuml;r die gesamte Familie erledigt, das muss allerdings nicht so sein. Ihr solltet das also bitte vorab freundlich kl&auml;ren, bevor ihr euren neuen Chef mit so vielen Papieren &uuml;berfallt.</p>
<p>Die biometrischen Fotos aller Haushaltsmitglieder sind erst bei der Anmeldung auf der Gemeinde in der Schweiz mitzubringen.</p>
<p>Anfang M&auml;rz erhielt mein neuer AG dann Post vom Migrationsamt mit der Information, dass die Unterlagen vollst&auml;ndig w&auml;ren, verbunden mit dem Hinweis, dass es ja seit der vollen Freiz&uuml;gigkeit f&uuml;r EU15/EFTA-Mitglieder seit 2007 mangels Erfordernis keine schriftliche Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung mehr gibt (faktisch entspricht dieses Schreiben also dennoch genau dieser obsoleten Zusicherung und sollte daher f&uuml;r die Zollformalit&auml;ten bei der &Uuml;berf&uuml;hrung des Umzugsguts auf jeden Fall in Kopie mitgef&uuml;hrt werden).</p>
<h2>Abmeldung aus Deutschland</h2>
<p>Am Vortag der Auswanderung bekam ich dann im B&uuml;rgerb&uuml;ro dank meines neuen Personalausweises noch einmal deutsches Beamtentum mit entsprechend fragw&uuml;rdigem Spassfaktor zu sp&uuml;ren. Denn Ende M&auml;rz 2011 war der neue Personalausweis noch so frisch eingef&uuml;hrt, dass die Damen und Herren im Amt vielfach in dessen Handhabung noch nicht ganz sicher waren (soweit ja kein Verbrechen). Mit dem neuen Ausweis besteht nun bei einer vollst&auml;ndigen Abmeldung aus Deutschland jedoch die Pflicht, nicht nur einen amtlich gesiegelten Aufkleber mit dem Text „Keine Hauptwohnung in Deutschland“ auf der R&uuml;ckseite der Chipkarte aufzubringen, sondern es muss auch vorschriftsgem&auml;ss der gleiche Vermerk in den Chip selbst hinein.</p>
<p>Bl&ouml;derweise haben aber die tollen Damen und Herren Softwareingenieure, auf deren Mist die Software zur &Auml;nderung eben jener Chipdaten gewachsen ist, vollkommen &uuml;bersehen, dass es eben nicht nur innerhalb Deutschlands umziehende B&uuml;rger mit der Chipkarte geben wird (das Ummelden auf eine neue Anschrift funktioniert n&auml;mlich bestens), sondern halt auch solche, die sich komplett aus Deutschland abzumelden w&uuml;nschen. – Und genau das konnte die Software zu unserem Zeitpunkt X (noch) nicht. Ich versicherte der Dame vom Amt zwar mehrfach, dass mir die Anschrift im Chip furzegal w&auml;re, ich br&auml;uchte eh ausschliesslich die Abmeldebescheinigung und sonst nichts, aber sie beharrte auf ihren Vorschriften und versuchte eine reichliche Dreiviertelstunde alles, den Text doch irgendwie in den Chip zu bekommen. Auch der Amtsleiter pers&ouml;nlich konnte nichts machen, so dass erst die kategorische Antwort aus der IT „das geht wirklich nicht“ sie zum Einlenken brachte und mich schweren Herzens zwar mit Aufkleber aussen, aber falscher Anschrift innen, von dannen ziehen liess.<br />
Die Abmeldebescheinigung sollte wiederum kopiert und gescannt werden, denn sie wird einerseits beim Schweizer Zoll bei der Einreise gebraucht, andererseits unter anderem zur &Auml;nderung des Reisepasses und anderen Dingen.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2011 Carsten Albrecht<br />Dieser Feed ist ausschliesslich f&uuml;r eine pers&ouml;nliche, private und nicht-kommerzielle Nutzung bestimmt. <br />Eine Nutzung auf anderen Websites stellt eine Urheberrechtsverletzung dar. Wenn dieser Inhalt inkl. dieses Copyright-Vermerks nicht in deinem Feedreader dargestellt wird, sondern auf einer Website, handelt es sich folglich um einen Urheberrechtsverletzer und schn&ouml;des Copycat. (Digital Fingerprint:<br /> d40a4ec9397515f8491274cc6d563e0d (38.107.179.217) )</small> <p><a href="http://www.caits.de/?flattrss_redirect&amp;id=53&amp;md5=122bba43b5e807d9ac4f368d2f58c301" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.caits.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Unsere Tochter ist da</title>
		<link>http://www.caits.de/2011/50/unsere-tochter-ist-da</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 23:53:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute hat endlich unsere Tochter im Kantonsspital in Sursee das Licht der Welt erblickt. Die junge Dame liess sich gut zehn Tage mehr Zeit als prognostiziert, hat die zus&#228;tzliche Zeit aber sprichw&#246;rtlich zum Sich-h&#252;bsch-machen genutzt, wie es so sch&#246;n heisst. Wir frischgebackenen Eltern sind sehr stolz und gl&#252;cklich. Bitte um Nachsicht, dass es deshalb mit &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.caits.de/2011/50/unsere-tochter-ist-da">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hat endlich unsere Tochter im Kantonsspital in Sursee das Licht der Welt erblickt. Die junge Dame liess sich gut zehn Tage mehr Zeit als prognostiziert, hat die zus&auml;tzliche Zeit aber sprichw&ouml;rtlich zum Sich-h&uuml;bsch-machen genutzt, wie es so sch&ouml;n heisst.</p>
<p>Wir frischgebackenen Eltern sind sehr stolz und gl&uuml;cklich. Bitte um Nachsicht, dass es deshalb mit den Updates gerade ein bisschen stockt.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2011 Carsten Albrecht<br />Dieser Feed ist ausschliesslich f&uuml;r eine pers&ouml;nliche, private und nicht-kommerzielle Nutzung bestimmt. <br />Eine Nutzung auf anderen Websites stellt eine Urheberrechtsverletzung dar. Wenn dieser Inhalt inkl. dieses Copyright-Vermerks nicht in deinem Feedreader dargestellt wird, sondern auf einer Website, handelt es sich folglich um einen Urheberrechtsverletzer und schn&ouml;des Copycat. (Digital Fingerprint:<br /> d40a4ec9397515f8491274cc6d563e0d (38.107.179.217) )</small> <p><a href="http://www.caits.de/?flattrss_redirect&amp;id=50&amp;md5=29f1cb43ef0c352002f71a2f20da5675" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.caits.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Finanzen regeln</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 06:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzielles]]></category>
		<category><![CDATA[Telekommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Bankverbindung]]></category>
		<category><![CDATA[Schufa]]></category>
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		<description><![CDATA[Parallel zur Wohnungssuche begannen wir ab Anfang Dezember 2010 unsere finanziellen Angelegenheiten zu regeln. Darunter fasse ich Dinge wie die Sichtung und das K&#252;ndigen alter Vertr&#228;ge, erste Informationssammlung f&#252;r eine Bankverbindung in der Schweiz, Anfragen um verbindliche Ausk&#252;nfte bei Versicherungen, die man auch in der Schweiz aufrecht erhalten m&#246;chte und andere Dinge dieser Art. Man &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.caits.de/2011/46/die-finanzen-regeln">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Parallel zur Wohnungssuche begannen wir ab Anfang Dezember 2010 unsere finanziellen Angelegenheiten zu regeln. Darunter fasse ich Dinge wie die Sichtung und das K&uuml;ndigen alter Vertr&auml;ge, erste Informationssammlung f&uuml;r eine Bankverbindung in der Schweiz, Anfragen um verbindliche Ausk&uuml;nfte bei Versicherungen, die man auch in der Schweiz aufrecht erhalten m&ouml;chte und andere Dinge dieser Art. Man macht sich n&auml;mlich keine Vorstellung davon, was sich da alles im Laufe der Jahre ansammelt, und es ist einfach &auml;rgerlich, wenn man vergisst einen Vertrag (z.B. Mobilfunk-Abo) rechtzeitig zu k&uuml;ndigen und dann weiterhin drin „festh&auml;ngt“, obwohl man die Leistung gar nicht mehr in Anspruch nehmen kann.</p>
<h2>Bestandsaufnahme</h2>
<p>Ich kann daher einfach nur empfehlen, erst einmal eine Bestandsaufnahme zu machen, welche festen Vertr&auml;ge alle Haushaltsmitglieder laufen haben. Das f&auml;ngt bei Telefon/Internet an, geht &uuml;ber die verschiedenen Mobilfunk-Abos, Haftpflicht- und Kfz-Haftpflicht, Hausrat bis hin zu allen erdenklichen Formen der privaten Vorsorge (Rente, Leben, Berufsunf&auml;higkeit, und – Gott bewahre – Riester) und noch etliche andere Dinge, die ich noch nicht genannt habe.</p>
<h2>Vertr&auml;ge und Versicherungen</h2>
<p>Sobald man weiss, welche Vertr&auml;ge man noch am Bein hat, gilt es zu sondieren, welche davon zu welchen Zeitpunkten zu k&uuml;ndigen sind. So darf man im Regelfall davon ausgehen, dass die private Haftpflicht sowie die Hausratversicherung zu den zu k&uuml;ndigenden Posten z&auml;hlen, da man diese in der Schweiz neu abschliessen wird (im Regelfall k&uuml;ndigt die Versicherung ansonsten von sich aus, sobald man ihnen den neuen festen (und einzigen) Wohnort „Schweiz“ mitteilt). Bei der Kfz-Haftpflicht kann es sich rechnen, eine verbindliche Auskunft auf die Frage einzuholen, ob diese die Familienkutsche noch f&uuml;r einige Zeit weiter zu versichern bereit ist, auch wenn der Wagen &uuml;berwiegend (oder gar ausschliesslich) in der Schweiz genutzt werden wird (n&auml;heres zum Thema KFZ und F&uuml;hrerschein wiederum in K&uuml;rze in einem eigenen Artikel).</p>
<p>Bei uns sah die Vertragsliste &uuml;berschaubar aus. Meine seit 2006 bestehende Reisekrankenversicherung &uuml;ber sage und schreibe 7.50 EUR / Jahr war schnell gek&uuml;ndigt. Zudem hatte ich eh schon seit Jahren kein Mobilfunk-Abo mehr, und M. konnte ihr Abo problemlos auf eines ohne Grundgeb&uuml;hr umstellen (zumal sie eh auch in Zukunft davon noch gelegentlich Gebrauch machen wird, wenn sie samt unserer Tochter unsere Eltern in Deutschland besucht).</p>
<p>Private Vorsorge in Vertragsform hatte sie noch nie, und bei mir sind das nur eine klassische (vor 2005 abgeschlossene und damit dauerhaft steuerfreie) Rentenversicherung sowie eine ebenfalls seit Beginn meiner Studienzeit laufende Risiko-Berufsunf&auml;higkeitsversicherung (also ohne sinnlose „Kapitalbildung“). In beiden F&auml;llen bat ich um verbindliche Auskunft, ob auch in der Schweiz Versicherungsschutz bestehen wird, in beiden F&auml;llen kam kurz darauf das schriftliche „OK“, also kein Handlungsbedarf ausser Mitteilung der neuen Anschrift, sobald wir in der Schweiz w&auml;ren.</p>
<p>Fatal sieht es an diesem Punkt &uuml;brigens f&uuml;r alle die aus, die in der Riester- oder R&uuml;rup-Falle sitzen. Ich m&ouml;chte an dieser Stelle nicht verurteilen, sich darauf eingelassen zu haben, denn auch wenn ich <a href="http://www.4null4.de/238/investition-in-riesterrente-ist-rausgeworfenes-geld/" target="_blank" class="liexternal">hier</a> dessen Ineffizienz f&uuml;r Singles vorgerechnet habe, soll es doch tats&auml;chlich F&auml;lle geben, wo es sich auch langfristig gerechnet h&auml;tte.</p>
<p>„H&auml;tte“, w&uuml;rde man nun nicht auswandern. Denn sobald ihr keinen Wohnsitz und gew&ouml;hnlichen Aufenthalt mehr in Deutschland habt (und damit aus der unbeschr&auml;nkten Steuerpflicht fallt), ist es auch mit dem Zulagenanspruch f&uuml;r die Riesterrente oder die Steuervorteile der R&uuml;ruprente vorbei. Es ist also nicht mehr sinnvoll, diese Vertr&auml;ge noch zu bedienen. Da hilft also h&ouml;chstens noch, die Vertr&auml;ge beitragsfrei zu stellen, was allerdings aufgrund der undurchsichtigen Kostenstrukturen (es gab da <a href="http://www.n-tv.de/ratgeber/Verwirrende-Riester-Angebote-article3461296.html" target="_blank" class="liexternal">erst k&uuml;rzlich umfassende Berichterstattung dazu</a>) ebenfalls mit Nachteilen in Form von Verlusten verbunden sein d&uuml;rfte. Dann lieber ein Ende mit Schrecken (also k&uuml;ndigen), doch auch hier muss man eins beachten: im Fall der Riestervertr&auml;ge bedeutet eine K&uuml;ndigung zwangsl&auml;ufig und unausweichlich eine „f&ouml;rdersch&auml;dliche Verwendung“, bei R&uuml;rup weiss ich es nicht, da mich letzteres noch nie geschert hat. Die Folge ist also, dass s&auml;mtliche F&ouml;rderungen und Steuererstattungen der Vorjahre mit einem Schlag zur&uuml;ckgezahlt werden m&uuml;ssen. Dumm gelaufen, gell? Und als h&auml;tte ich es vor Jahren schon geahnt, dass ich wirklich einmal auswandern w&uuml;rde, habe ich um jedwede Form steuerlich „gef&ouml;rderter“ Altersvorsorge stets einen ganz weiten Bogen gemacht.</p>
<p>Theoretisch ein Klotz am Bein ist auch der Telefon/Internet-Vertrag von euch, je nach Restlaufzeit und TK-Unternehmen. Immer noch weit verbreitet sind ja 24-Monats-Abos, gern auch in Verbindung mit gesponserter (bzw. indirekt durch die Grundgeb&uuml;hr querfinanzierter) Hardware, und da werden euch die Firmen sehr ungerne einfach aus dem Vertrag lassen, nur weil ihr auf die Idee kommt einfach auszuwandern. Am einfachsten geht’s so, wie wir es gemacht haben: unser Vertrag mit Versatel w&auml;re noch bis zum 30.06. gelaufen, die Wohnung sollte aber per 31.05. gek&uuml;ndigt werden. Also schrieb ich eine K&uuml;ndigung (per Einschreiben mit R&uuml;ckschein versteht sich), in der ich ausdr&uuml;cklich meine Bereitschaft kundtat, den Vertrag bis zum 30.06. zu bezahlen, aber um komplette Abschaltung des Telefonanschlusses per 31.05. bat. Der Witz: offenbar sieht das zumindest bei Versatel die Software nicht vor, also kann der Anschluss nicht lahmgelegt werden und w&auml;re einem Nachmieter damit im Weg. Genau das will man aber vermeiden, und so bot Versatel uns an, wenn wir entsprechende Nachweise unserer Auswanderung, also idealerweise Abmeldebescheinigung DE und Meldebescheinigung CH (also Aufenthaltsbewilligung), einscannen und per Email r&uuml;bersenden, w&auml;re man gerne bereit, eine vorzeitige Vertragsaufl&ouml;sung aus Kulanz zu pr&uuml;fen (dass wir keine gesponserte Hardware hatten, machte es noch leichter).<br />Genau das tat ich dann Ende April mit Erhalt der Aufenthaltsbewilligung, und kurze Zeit sp&auml;ter erhielt ich die ersehnte Best&auml;tigung, dass Versatel den Vertrag per Ende Mai aufl&ouml;sen werde.</p>
<p>Ich kann nat&uuml;rlich &uuml;berhaupt nicht beurteilen, wie das 1&#038;1, Hansenet und Co. handhaben, und erst recht nicht, wie es mit Sponsor-Hardware im Vertragsumfang aussieht, oder wenn man nicht wie ich seit zig Jahren Stammkunde war, sondern noch als Neukunde z&auml;hlt. Sicherheitshalber sollte man sich also seelisch darauf vorbereiten, hier einen Vertrag am Bein zu haben, der sich nicht vorzeitig aufl&ouml;sen l&auml;sst und f&uuml;r den man noch einige Monate sinnlos weiter bluten muss.<br />
Unsere private Haftpflicht wurde auch einfach gek&uuml;ndigt (etwas &Uuml;berschneidung mit dem endg&uuml;ltigen Auswanderungstermin sollte man schon einplanen), und auch der Hausrat erging es nicht anders (hier hing ich eigentlich in einem 5-Jahres-Vertrag, aber da die Provinzial erwartungsgem&auml;ss das Risiko eine Wohnung im teuren Schweizer Ausland zu versichern nicht eingehen wollte, war die K&uuml;ndigungsbest&auml;tigung nur eine Formsache, sobald ich Abmeldung, Kopie des umgeschriebenen Reisepasses und Schweizer B-Bewilligung einsendete).</p>
<p>Solltet ihr noch weitere Versicherungen &uuml;ber die genannten hinaus haben und nicht wissen, ob eine K&uuml;ndigung opportun ist, fragt stets einfach nach einer verbindlichen (also insbesondere schriftlichen) Auskunft, ob die Gegenseite nicht von sich aus einen R&uuml;ckzieher machen wird. Das lichtet den Vertragslistenwald mit einiger Wahrscheinlichkeit deutlich (eben weil die Lebenshaltungskosten und damit meistens auch das versicherte Risiko in der Schweiz wertm&auml;ssig deutlich h&ouml;her sind – das kann also auch einfach bedeuten, dass die Pr&auml;mien steigen w&uuml;rden, womit sich sehr oft ein Sonderk&uuml;ndigungsrecht ergibt).</p>
<p>Macht euch f&uuml;r alle Vertragsverh&auml;ltnisse, die ihr aufrecht erhalten wollt, schon einmal einen Eintrag in eurer eigenen Todoliste, nach der Ankunft an eurem neuen Wohnsitz in der Schweiz den Vertragspartnern eure neue Anschrift mitzuteilen. F&uuml;r alles, was ihr vergesst (und das d&uuml;rfte wirklich jedem passieren, mindestens ein Zeitschriftenabo oder so zu &uuml;bersehen), richtet einen Nachsendeauftrag bei der Post f&uuml;r alle Haushaltsmitglieder ein – mindestens sechs Monate, idealerweise ein Jahr.<br />
Einschliesslich der Dauer f&uuml;r die schriftlichen R&uuml;ckl&auml;ufe und bedingt durch die Weihnachtsferien hatten wir das Thema „Versicherungen und Vertr&auml;ge“ Ende Januar durch.</p>
<p>Ein weiteres wichtiges zu k&uuml;ndigendes Vertragsverh&auml;ltnis ist nat&uuml;rlich der Mietvertrag eurer Wohnung (sofern ihr kein eigenes Eigentum bewohnt) sowie damit verbunden auch der Vertrag mit eurem Strom- und ggf. eurem Heizenergie-Lieferanten. Hier gilt es wiederum die potenzielle Laufzeitfalle auszuhebeln. Da beides bei uns nicht zutraf, kann ich keine Eigenerfahrung beisteuern, aber ich vermute, dass das ebenso wie der TK-Vertrag einfach zu l&ouml;sen sein sollte.</p>
<h2>Steuererkl&auml;rung und Gewerbeabmeldung</h2>
<p>Ich hatte seit Februar 2000 einen Gewerbeschein, da ich mich zeitweise mal selbst&auml;ndig gemacht hatte, und als nebenberufliches Kleingewerbe hatte ich das Gewerbe auch voriges Jahr noch als Taschengeldlieferant. Daher war ich seit jeher zur Abgabe einer Steuererkl&auml;rung verpflichtet, und weil ich mich von der „Befreiung von der Verpflichtung zum Ausweis der Umsatzsteuer“ als Kleingewerbetreibender hatte befreien lassen (um Vorsteuer geltend machen zu k&ouml;nnen), kam noch die Umsatzsteuererkl&auml;rung dazu.</p>
<p>Per Ende 2010 reichte ich beim zust&auml;ndigen Ordnungsamt sowie beim Finanzamt die Aufl&ouml;sung des Gewerbes ein, Anfang Januar erledigte ich flugs die Umsatzsteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2010. Tipp: nicht vergessen, dass eine Firmenaufl&ouml;sung nicht selten mit sich bringt, bestimmte Dinge zu behalten (Jargon Finanzamt: „ins Privatverm&ouml;gen &uuml;berf&uuml;hrt werden“). Diese Privatentnahmen muss man samt Zeitwert mit angeben und anteilig Umsatzsteuer bezahlen.<br />
Ende Januar erledigte ich – ausnahmsweise &uuml;berp&uuml;nktlich – meine Jahressteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2010, um den Vorteil einer schnellen R&uuml;ckzahlung f&uuml;r uns nutzen zu k&ouml;nnen, denn das Geld konnten wir bei all den noch auf uns zukommenden Kosten sehr gut gebrauchen.</p>
<h2>Kontenkonsolidierung</h2>
<p>Dank des Gewerbescheins hatte ich mehrere Girokonten, n&auml;mlich ein privates und ein gesch&auml;ftliches. Diese galt es auf eine Bankverbindung zu konsolidieren. Gleichzeitig wollte ich aber sicherstellen, dass das Konto keine unn&ouml;tigen Geb&uuml;hren aufwirft, mir eine Maestro- und idealerweise auch noch eine Kreditkarte zur Verf&uuml;gung stellt, denn fr&uuml;her oder sp&auml;ter w&uuml;rden wir mal in Euroland einkaufen oder Urlaub machen, und ausserdem m&uuml;ssen wir ja die Vertr&auml;ge per Lastschrifteinzug weiter bedienen k&ouml;nnen, die wir weiterhin aufrecht erhalten. Mit der comdirect war ich zwar gut bedient, und das Gesch&auml;ftsgiro bei einer anderen Bank konnte ich einfach dicht machen (wobei „einfach“ insofern die Realit&auml;t nicht trifft, weil die Tussi von Bankberaterin, die da f&uuml;r mich zust&auml;ndig war, es trotz mehrfacher Nachfragen erst nach acht Wochen gebacken bekommen hat, das Konto zu schliessen), aber ich hatte auch noch ein Abrufkonto und ein Aktiendepot bei der ING-DiBa, und die lieferte Girokonto, Maestro- und Visakarte gerne kostenlos dazu – also musste auch comdirect dran glauben.</p>
<p>Sofern also keine Kredite oder dergleichen eine Konsolidierung verhindern, sollte man es ausnutzen, dass man noch einen deutschen Wohnsitz und damit einen aktuellen Datensatz bei der Schufa hat. Denn solange dies noch so ist, bekommt man eigentlich bei jeder gew&uuml;nschten Bank noch ein Konto samt Dispo und Karten (Bonit&auml;t vorausgesetzt). Sobald ihr aber sozusagen „weg“ seid, macht das kaum noch eine Bank, da die Kontener&ouml;ffnung f&uuml;r „Gebietsfremde“ mit hohem Aufwand f&uuml;r die Banken verbunden ist, den sie scheuen (insbesondere die Direktbanken). Einen Bestandskunden aber wandeln praktisch alle Banken klaglos in „gebietsfremd“ um.<br />
Daher noch ein Tipp f&uuml;r die unverbesserlichen „Zinshopper“, die alle sechs Monate die Bank f&uuml;rs „bessere“ Tagesgeldkonto zu wechseln gewohnt sind: das k&ouml;nnt ihr in Zukunft vergessen, aus genau den zuvor beschriebenen Gr&uuml;nden. Und: falls ihr die Bankverbindung noch vor der Auswanderung wechselt, nicht vergessen alle noch bestehenden Vertragsbeziehungen mit Einzugserm&auml;chtigung &uuml;ber das neue Konto zu informieren.</p>
<h2>Schufa-Auskunft</h2>
<p>Sp&auml;testens seit einigen Jahren, seit die Welle deutscher Einwanderer in die Schweiz so zugenommen hat, hat es sich auch bei Schweizer Vermietern herumgesprochen, dass die Deutschen eine Bonit&auml;tsauskunft namens SCHUFA haben, deren Informationsgehalt mindestens genau so gut ist wie der des landeseigenen „Betreibungsregisters“. Also ist es sehr wahrscheinlich, dass euch potenzielle Vermieter bei der Wohnungssuche dann alternativ zum Betreibungsregisterauszug nach einer Schufa-Selbstauskunft fragen (es muss die Selbstauskunft sein, weil nur die wirklich informativ ist). Die Selbstauskunft kostet 18.50 EUR, genauso wie der unbefristete Onlinezugang, also kann man auch gleich beides in einem Aufwasch <a href="https://www.meineschufa.de/" target="_blank" class="liexternal">bei der Schufa</a> in Auftrag geben. Haben wir Anfang Dezember 2010 erledigt, die schriftliche Selbstauskunft erreichte mich so noch rechtzeitig vor meinem Flug zur Wohnungsbesichtigung, so dass ich das Original noch einige Male fotokopieren und alles zusammen mitnehmen und den Vermietern vorlegen konnte.</p>
<p>Damit w&auml;re zun&auml;chst alles, was grob in den Bereich „Finanzen“ f&auml;llt, vorerst erledigt. Das Thema holt einen erst unmittelbar zum Zeitpunkt der Auswanderung wieder ein, wenn es daran geht, ein Konto bei einer Schweizer Bank zu er&ouml;ffnen und neue Versicherungsvertr&auml;ge abschliessen zu m&uuml;ssen.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2011 Carsten Albrecht<br />Dieser Feed ist ausschliesslich f&uuml;r eine pers&ouml;nliche, private und nicht-kommerzielle Nutzung bestimmt. <br />Eine Nutzung auf anderen Websites stellt eine Urheberrechtsverletzung dar. Wenn dieser Inhalt inkl. dieses Copyright-Vermerks nicht in deinem Feedreader dargestellt wird, sondern auf einer Website, handelt es sich folglich um einen Urheberrechtsverletzer und schn&ouml;des Copycat. (Digital Fingerprint:<br /> d40a4ec9397515f8491274cc6d563e0d (38.107.179.217) )</small> <p><a href="http://www.caits.de/?flattrss_redirect&amp;id=46&amp;md5=660205cd73712286cfc61bf090da9839" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.caits.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nestbau bzw. -suche</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 05:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[Kosten]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenshaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Schufa]]></category>
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		<description><![CDATA[Anfang November 2010, die Vertr&#228;ge sind gerade unterzeichnet und die K&#252;ndigung bei meinem alten Arbeitgeber eingereicht, steht als wichtigster Aspekt die Wohnungssuche auf unserer Tagesordnung. Mit einiger Wahrscheinlichkeit wird das bei allen anderen Auswanderungswilligen sehr &#228;hnlich sein, denn bei genauerer Betrachtung stellt man sehr schnell fest, dass praktisch alles an Arbeitsvertrag (damit verbunden der Aufenthaltsbewilligung) &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.caits.de/2011/40/nestbau-bzw-suche">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang November 2010, die Vertr&auml;ge sind gerade unterzeichnet und die K&uuml;ndigung bei meinem alten Arbeitgeber eingereicht, steht als wichtigster Aspekt die Wohnungssuche auf unserer Tagesordnung. Mit einiger Wahrscheinlichkeit wird das bei allen anderen Auswanderungswilligen sehr &auml;hnlich sein, denn bei genauerer Betrachtung stellt man sehr schnell fest, dass praktisch alles an Arbeitsvertrag (damit verbunden der Aufenthaltsbewilligung) und einem festen Wohnsitz in der Schweiz h&auml;ngt.</p>
<p>Wie ich gestern nebenbei anklingen liess, gewann die Suche nach einer perfekt passenden Wohnung in unserem Fall noch dadurch zus&auml;tzlich an Wichtigkeit, weil wir ab Ende Oktober definitiv wussten, dass M. schwanger ist. Dies f&uuml;hrte dazu, die Idee ad acta zu legen, einfach eine der erstbesten Wohnungen zu nehmen, die wir finden, um dann sozusagen vor Ort und mit direktem Zugriff auf die lokalen K&auml;sebl&auml;ttchen in Ruhe die weitere Suche nach der optimalen Bleibe aufnehmen zu k&ouml;nnen, denn ein Neugeborenes reisst man nicht einfach so binnen kurzer Frist aus seinem gewohnten Umfeld.</p>
<p>Also musste Plan B her – die Suche nach einer h&uuml;bschen Wohnung mit ausreichend Platz, die uns auf Anhieb so gut gef&auml;llt, dass wir uns vorstellen k&ouml;nnen dort auch &uuml;ber mehrere Jahre zu wohnen. Hochgesteckte Ziele, insbesondere wenn man ber&uuml;cksichtigt, dass wir ja noch mehr als 650 km von meiner neuen Wirkungsst&auml;tte entfernt im Herzen des Ruhrgebiets lebten. Die erste Offerte erreichte uns von meinem neuen Arbeitgeber: ein Kollege w&uuml;rde just zum 01.04. aus seiner 4-Zimmer-Wohnung in einem sch&ouml;nen Quartier in Horw in ein Haus z&uuml;geln, und vielleicht w&auml;re das ja etwas f&uuml;r uns? Es war sehr nett und hilfsbereit gemeint, jedoch hatte die Wohnung drei sehr gravierende Nachteile: zum einen bestand absolut keine Chance, einen Stellplatz auch nur f&uuml;r ein Auto in direkter N&auml;he zu bekommen (ganz zu schweigen von zwei Wagen, die wir mitbringen w&uuml;rden), zum anderen war die K&uuml;che gerade halb so gross wie unsere bisherige (wohin mit all dem Geschirr und erst recht den Elektroger&auml;ten?), hatte keine Geschirrsp&uuml;lmaschine und sah den Fotos nach zu urteilen aus als w&auml;re sie locker 15 Jahre alt, doch am schwerwiegendsten war die Tatsache, dass es keine M&ouml;glichkeit gab, Waschmaschine und Trockner mitzubringen (nahezu neue Ger&auml;te, die gerade knapp zwei Jahre und ein Jahr alt gewesen w&auml;ren) und stattdessen der in der Schweiz weitverbreitete Waschplan mit Gemeinschaftswaschmaschine das Zepter schwang (eine sehr erfrischende Geschichte rund um dieses zentrale Element des nachbarschaftlichen Miteinanders findet ihr <a href="http://universum.blueblog.ch/satire/hugo-loetscher-der-waschkuechenschluessel.html" target="_blank" class="liexternal">hier</a>). „Sie w&auml;ren dann nur alle drei Wochen dran, aber immerhin k&ouml;nnten Sie dann die ganze Woche &uuml;ber komplett waschen“. Mit einem Neugeborenen? Danke, nein, da war ich schon mal, muss ich nicht wieder hin, oder so…..</p>
<p>G&uuml;nstig w&auml;re sie gewesen, ja, gerade mal 1&#8217;400 CHF pro Monat, f&uuml;r ca. 100 qm. „Wieviel bitteeee?“, h&ouml;re ich es jetzt aus allen Ecken schallen. Ihr habt richtig gelesen, und ich habe auch keine Null zuviel eingegeben – f&uuml;r hiesige Verh&auml;ltnisse w&auml;re das ohne die genannten Haken und &Ouml;sen ein echtes Schn&auml;ppchen gewesen. In EUR umgerechnet nach aktuellem Kurs (ca. 1: 1,20) also gute 1&#8217;180 EUR. Ja, den Schock muss man erst einmal verdauen. Es kommt allerdings noch besser, wartets ab <img src='http://www.caits.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Da wir die Hilfsbereitschaft meines neuen Arbeitgebers nicht &uuml;berstrapazieren wollten, entschieden wir uns f&uuml;r den Versuch, die Wohnungssuche erst einmal allein bew&auml;ltigen zu wollen. Im Hallo-Schweiz-Forum fand ich dazu drei wertvolle Tipps: erstens der Hinweis auf die beiden Websites <a href="http://www.homegate.ch/" target="_blank" class="liexternal">homegate.ch</a> sowie <a href="http://www.immoscout.ch/" target="_blank" class="liexternal">immoscout.ch</a>, zweitens eine durchaus ern&uuml;chternde Information &uuml;ber unsere Chancen als Ausl&auml;nder, eine gleichzeitig sch&ouml;ne wie g&uuml;nstige Bleibe zu finden. Wie wohl &uuml;berall gehen auch in der Schweiz die absolut besten Lagen in erster Linie unter der Hand weg, und falls sich das nicht ergibt, dann sp&auml;testens &uuml;ber die klassischen w&ouml;chentlichen Quartier-K&auml;sebl&auml;ttchen. Wenn eine Wohnung den Weg in eine der Inserat-Plattformen findet, dann ist sie entweder schon deutlich teurer oder hat irgendwelche M&auml;ngel/Makel (oder im schlimmsten Fall beides). Hier griff dann Tipp Numero drei: insbesondere dann, wenn man einen schon unterschriebenen und insbesondere gut dotierten unbefristeten Arbeitsvertrag vorweisen kann, steigen die Chancen auf einen Zuschlag f&uuml;r eine Wohnung deutlich, wenn man gezielt nach sogenannten Erstbez&uuml;gen sucht. Das sind Wohnungen in Neubauten, die erstmals vermietet werden. Der Trick: sehr oft werden die kompletten &Uuml;berbauungen schon weit vor der Fertigstellung auf den Immo-Websites inseriert, so dass man nicht um eine einzelne Wohnung mit anderen konkurriert, sondern der Vermieter froh ist, die Interessenten auf viele Wohnungen gleichzeitig verteilen zu k&ouml;nnen. Unter <a href="http://www.erstbezug.ch/" target="_blank" class="liexternal">http://www.erstbezug.ch/</a> findet ihr &uuml;brigens eine hervorragende Website, die praktisch alle aktuellen Neubauten auflistet, egal ob zur Miete oder als Stockwerkeigentum, und nat&uuml;rlich auch zu den jeweiligen Projekt-Webseiten verlinkt, wo man dann die wesentlichen Details finden kann.</p>
<p>In unserem speziellen Fall spielte uns zudem eine weitere Schweizer Besonderheit positiv in die H&auml;nde, n&auml;mlich die sogenannten Z&uuml;geltermine. Irgendwie ist es hierzulande historisch gewachsen und vielfach noch in &auml;lteren Mietvertr&auml;gen verankert, dass eine Wohnung nur zum 31.03. oder zum 30.09. eines Jahres gek&uuml;ndigt werden kann (oder, falls man ausser der Reihe z&uuml;geln will, muss man einen vom Vermieter akzeptierten Nachmieter finden, der den bestehenden Mietvertrag 1:1 &uuml;bernimmt). Genau solch ein Z&uuml;geltermin lag in unserem Zeitfenster, und das bewirkt per Default, dass zu diesem Zeitpunkt dann wesentlich mehr Wohnungen frei werden als zu anderen Zeiten – mit dem Resultat, dass es nochmals weniger Bewerber f&uuml;r die Neubauten gibt.</p>
<p>Inzwischen war es Ende November, und wir entschieden nach den ersten Misserfolgen (bewusster Altbau, dazu eine Absage f&uuml;r ein binnen 18 Stunden ab Inserierung vergriffenes 2&#8217;300-CHF-Maisonette direkt an der Reuss in Laufweite zum B&uuml;ro sowie zwei vergeblichen Kontaktaufnahmen zu privaten Vermietern) also weiter, uns nun auf Erstbez&uuml;ge und Neubauten mit Baujahren ab 2009 und neuer zu konzentrieren. Binnen k&uuml;rzester Zeit hatte ich gut zwei Dutzend Inserate im Umkreis von 30 Fahrminuten um Luzern herum zusammengetragen, die entweder zum 01.04. fertiggestellt und bezugsbereit wurden oder zu diesem Datum freie Wohnungen aufweisen w&uuml;rden. Unser Suchraster: mindestens 4 Zimmer, mindestens 90 qm, idealerweise gute &Ouml;V-Anbindung, Balkon oder Terasse, Tiefgarage/Stellplatz, Anschl&uuml;sse f&uuml;r eigene Wama/Tumbler-Kombi in der Wohnung oder im Keller. &Uuml;brigens sind moderne Einbauk&uuml;chen hier standardm&auml;ssig schon in der Wohnung drin (Randbemerkung: wir brauchten also f&uuml;r unsere deutsche Wohnung zwingend einen Nachmieter, der unsere vorhandene K&uuml;che zu einem fairen Preis &uuml;bernehmen w&uuml;rde), und vielfach findet man hier auch in Mietwohnungen nicht billiges Laminat, sondern wertigen Parkettboden.</p>
<p>Der Preis f&uuml;r eine solche Wohnung, fragt ihr? Nun, um auf die 1&#8217;400 CHF des Altbauschn&auml;ppchens von oben zur&uuml;ckzukommen: f&uuml;r moderne Neubauten in der genannten Ausbau/Komfortstufe, vielleicht noch mit Lift im Haus, moderner Heizungsanlage und insgesamt sogenanntem Eigentumsstandard, muss man im Grossraum Luzern durchschnittlich 18 bis 22 CHF pro Quadratmeter einkalkulieren – 100qm Wohnfl&auml;che liegen also im Schnitt bei 1&#8217;800 bis 2&#8217;200 CHF (immerhin „warm“, also inkl. der verglichen zu Deutschland erheblich niedrigeren Nebenkosten – meist etwa 10-15% der Nettomiete). Das tut richtig weh, wenn man noch deutsches Einkommensniveau gewohnt ist und folglich buchst&auml;blich alles noch von Schweizer Franken in Euro umrechnet, und es tut doppelt weh bei dem Gedanken, dass ja die meistens f&auml;llige Kaution von ein bis zwei Bruttomieten und auf jeden Fall die erste Monatsmiete noch mit dem in Deutschland erwirtschafteten Geld berappt werden m&uuml;ssen. Deutsche Preisvorstellungen sollte man in Sachen Miete am besten ganz schnell begraben, es sei denn man will als Student hin und sucht einfach ein WG-Zimmer, hat keine Anspr&uuml;che an den Wohnraum (ein 40qm-1-Zimmer-Wohnklo kostet selbst in Z&uuml;rich „nur“ ca. 800-1&#8217;000 CHF) oder hat Freunde hier, bei denen man die erste Zeit bleiben kann, um in Ruhe nach einem Traumschn&auml;ppchen suchen zu k&ouml;nnen.</p>
<p>Doch zur&uuml;ck zu unserer Suche. Wir sortierten die gefundenen Objekte nach den uns vorliegenden Informationen aus Inseraten, Websites und Google-Maps-Satellitenbildern, versahen diese mit Favorisierungswert und schrieben die jeweiligen Anbieter an. Ich erw&auml;hnte jeweils gleich in meiner Email unsere deutsche Herkunft, den unbefristeten Arbeitsvertrag inkl. ungef&auml;hrer Dotierung, den bevorstehenden Nachwuchs und bat um Vorschl&auml;ge f&uuml;r einen Besichtigungstermin Mitte Dezember. Von den rund 25 Objekten erhielten wir binnen 72 Stunden etwa 12 Antworten (weitere 5 liessen sich etwas l&auml;nger Zeit, der Rest kann unter „fremdenfeindlich“ bzw. „nicht interessiert“ abgehakt werden). Erfreulicherweise deckten sich viele der schnell Antwortenden mit unserer Favoritenliste, und so vereinbarte ich f&uuml;r drei relativ nah beieinander liegende Objekte Termine (in der Hoffnung, f&uuml;ndig zu werden und nicht eine zweite Runde einl&auml;uten zu m&uuml;ssen).</p>
<p>Unser Topfavorit, eine &Uuml;berbauung mit noch zwei freien 4,5-Zimmer-Wohnungen (ca. 102 qm zzgl. 26 qm Balkon bzw. Terasse) und f&uuml;nf freien 5,5-Zimmer-Wohnungen (ca. 118 qm zzgl. 25 qm Balkon/Terasse) in ruhiger Lage in der Gemeinde Malters, nur ca. 9 km westlich von Luzern, war mein erster Lokaltermin.<br />
Zum Zeitpunkt meines Besuchs war gerade das Geb&auml;ude gebaut, innen war noch alles Rohbeton bzw. nur teilweise verputzt, aber dank der ausf&uuml;hrlichen Website und einigen Fotos der fertigen Wohnungen aus einem ein Jahr zuvor fertiggestellten Haus derselben &Uuml;berbauung mit Stockwerkeigentum hatten wir eine recht genaue Vorstellung davon, wie es mal in fertigem Zustand aussehen w&uuml;rde.<br />
Vor Ort stellte ich fest, dass es mit der Waschmaschine im Bad in der 4,5-Zimmer-Wohnung schon sehr eng werden w&uuml;rde (ohne Garantie des Vermieters, dass es &uuml;berhaupt passen w&uuml;rde), und die Preisdifferenz zwischen 4,5 und 5,5 Zimmern lag bei „nur“ 280 CHF, also schwenkte ich schnell zur gr&ouml;sseren Wohnung um. „Warum denn die Wohnung im EG um 100 CHF teurer w&auml;re als die im 1. OG?“, fragte ich bei der sehr freundlichen und hilfsbereiten Verwalterin h&ouml;flich an. „Na, da haben Sie zus&auml;tzlich zur Terasse noch einen kleinen Garten zur exklusiven eigenen Nutzung dabei“, erhielt ich zur Antwort. Und, „Sie m&uuml;ssen wissen, f&uuml;r uns Schweizer ist so ein Garten in einer Mietwohnung eine recht seltene Besonderheit“ (ist ja in Deutschland auch nicht anders). Ich war bass erstaunt, denn auf der Website fand sich dazu keine Angabe, also war mein Interesse absolut geweckt. Ja, selbstverst&auml;ndlich d&uuml;rfte ich mich noch mit meiner Lebensgef&auml;hrtin besprechen, ich solle einfach kurzfristig Bescheid geben, ob wir uns schlussendlich f&uuml;r die Einheit im 1. OG oder f&uuml;r die im EG bewerben wollen w&uuml;rden.</p>
<p>Nach dem Termin machte ich einen Abstecher zu meinen zuk&uuml;nftigen Arbeitskollegen und erz&auml;hlte ihnen von der Besichtigung, und die Reaktion war sinngem&auml;ss (ein Schweizer w&uuml;rde sich nie so direkt ausdr&uuml;cken): „Carsten, wenn du die Wohnung mit dem Garten nicht nimmst, kriegst du Schl&auml;ge. Insbesondere bei der Ausstattung ist die Wohnung ein Traum, egal wie teuer sie ist“. Klingt nach einer deutlichen Aussage, oder?</p>
<p>Den zweiten Termin nahm ich noch wahr, fand aber schon beim Warten auf die Vermieterin vor der Haust&uuml;r den dank Google Maps schon erahnten eklatanten Nachteil der Wohnung heraus – keine 50 m Luftlinie entfernt f&uuml;hrte ein mindestens im Halbstundentakt bedienter Bahndamm vorbei. Auch meine Schweizer Kollegen hatten mir schon angek&uuml;ndigt, dass <strong>nur</strong> 2&#8217;300 CHF f&uuml;r ca. 110 qm in der steuerg&uuml;nstigsten Gemeinde Luzerns namens Meggen einfach zu wenig sind, da m&uuml;sse irgendwo noch ein riesiger Pferdefuss stecken. Drinnen stellte ich dann noch fest, dass jedes Zimmer ein anderes Bodenniveau hatte (von jedem Raum in jeden anderen also immer eine kleine Stufe), zentraler Waschplanzwang herrschte und die Waschmaschine obendrein eine Zahluhr hatte. Danke, abgehakt.</p>
<p>Den dritten Termin (ebenfalls in Meggen, ebenfalls ca. 2&#8217;300 CHF) sagte ich dann kurzfristig ab, da die Entscheidung eigentlich schon gefallen war. Noch am Flughafen aufs Boarding wartend schrieb ich der Verwalterin aus Malters, dass wir die 5,5 Zimmer mit Garten gerne bekommen w&uuml;rden. Am 17.12. brachte ich unsere offizielle Bewerbung zur Post, und am 03.01.2011 erhielt ich vorab eine Email mit der definitiven Zusage f&uuml;r die Wohnung, wenige Tage sp&auml;ter dann den Mietvertrag per Post. Ein Stein fiel uns vom Herzen, denn damit war die allergr&ouml;sste H&uuml;rde unseres Abenteuers genommen. Nun musste „nur noch“ der Neubau rechtzeitig fertig werden und eine Spedition zur Bew&auml;ltigung des Umzugs gefunden werden.</p>
<p>Und hier noch ein paar Tipps f&uuml;r die erfolgreiche Wohnungssuche:</p>
<ul>
<li>Nicht im Niedrigpreis-Segment nach Wohnungen suchen (was in dem Sektor im Internet auftaucht, muss fast zwangsl&auml;ufig gravierende M&auml;ngel oder Nachteile aufweisen)</li>
<li>Eher nach Neubauten mit gehobener Ausstattung und Erstbez&uuml;gen suchen – ist zwar deutlich teurer, aber so gibt es weniger Konkurrenten, und man f&uuml;hlt sich nicht gen&ouml;tigt, kaum in der Schweiz angekommen gleich die n&auml;chste Wohnung zu suchen</li>
<li>Nach sogenanntem angemessenem Wohnraum suchen; wer sich als Single f&uuml;r eine 140qm-Wohnung bewirbt, erweckt Argwohn; wer als Familie mit vier Kindern eine 3-Zimmer-Butze haben will, ebenfalls</li>
<li>Schweizer Wohnungen werden nicht nach ihrer Wohnfl&auml;che klassifiziert, sondern nach Zimmeranzahl; nur den vielen zuwandernden Ausl&auml;ndern zuliebe wird es auch hier nach und nach gang und g&auml;be, die Wohnfl&auml;che mit anzugeben. Ist das mal nicht der Fall, dann immer danach fragen, denn es gibt hier auch 4-Zimmer-Wohnungen, die dann nur 60 qm Wohnfl&auml;che haben.</li>
<li>Speziell f&uuml;r die Romandie (franz&ouml;sischsprechende Schweiz) gilt: die K&uuml;che z&auml;hlt als Zimmer mit!</li>
<li>Faustregel, was die Wohnung kosten darf: nicht mehr als 25% vom Haushalts-Bruttoeinkommen, nicht mehr als 35% vom Nettoeinkommen. Wer diese Schwellen deutlich reisst, erweckt bei Vermietern die Sorge, nicht mit Geld umgehen zu k&ouml;nnen, ergo hat man eh kaum noch Chancen, gegen andere Bewerber zu bestehen</li>
<li>Auf <a href="http://www.comparis.ch/" target="_blank" class="liexternal">comparis.ch</a> gibt es eine wunderbare Funktion, zu einer konkreten Anschrift eine Historisierung abrufen zu k&ouml;nnen, welche Mietangebote an genau dieser Stelle in den letzten Jahren verf&uuml;gbar waren (aggregiert Homegate, Immoscout und andere) – so lassen sich Objekte mit &uuml;berproportional hoher Mieterfluktuation schnell ausfiltern, denn das deutet stets auf M&auml;ngel oder &Auml;rger mit der Nachbarschaft hin</li>
<li>Wenn euch ein Objekt interessiert, die erste Kontaktaufnahme sehr h&ouml;flich formulieren und so wie wir deutlich schreiben, dass man Ausl&auml;nder (schlimmer noch: Deutscher) ist, ausserdem die Bereitschaft erkl&auml;ren, bei einer Besichtigung sowohl Arbeitsvertrag als auch Schufa-Selbstauskunft mitzubringen. Meldet sich der Vermieter dann nicht binnen einiger Tage, lohnt sich das Nachfassen erst gar nicht, also einfach abhaken und weitersuchen</li>
<li>Bei der Besichtigung die bewussten Dokumente auch tats&auml;chlich im Original mitbringen (und ggf. Kopien, um sie dem Vermieter gleich auszuh&auml;ndigen)</li>
</ul>
<p>Wer immer noch ersch&uuml;ttert &uuml;ber die H&ouml;he der Mietpreise ist, dem sei kurz etwas zur Leerstandsquote gesagt. Diese betr&auml;gt schweizweit per Juni 2009 gerade einmal 0,90% (Quelle: <a href="http://www.conviva-plus.ch/index.php?page=181" target="_blank" class="liexternal">hier</a>). Da ist es kein Wunder, dass die Mietpreise insbesondere in den letzten Jahren so drastisch angezogen haben. Und zumindest zum Teil sind wir hochqualifizierten Zuwanderer daran mitschuldig, nicht zuletzt halt auch, weil wir praktisch keinen Zugang zu den preiswerten Objekten haben.</p>
<p>Zum heutigen Abschluss hier noch der Grundriss unserer Wohnung (sie ist so gerade eben rechtzeitig bezugsbereit gewesen, dazu sp&auml;ter einmal mehr):</p>
<p><img src="/wp-content/images/grundriss_malters.jpg" /></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2011 Carsten Albrecht<br />Dieser Feed ist ausschliesslich f&uuml;r eine pers&ouml;nliche, private und nicht-kommerzielle Nutzung bestimmt. <br />Eine Nutzung auf anderen Websites stellt eine Urheberrechtsverletzung dar. Wenn dieser Inhalt inkl. dieses Copyright-Vermerks nicht in deinem Feedreader dargestellt wird, sondern auf einer Website, handelt es sich folglich um einen Urheberrechtsverletzer und schn&ouml;des Copycat. (Digital Fingerprint:<br /> d40a4ec9397515f8491274cc6d563e0d (38.107.179.217) )</small> <p><a href="http://www.caits.de/?flattrss_redirect&amp;id=40&amp;md5=8148a1991c109ad140eff6c39742382a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.caits.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Planung ist alles, Teil 2</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 05:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern ging es prim&#228;r erst einmal um die Entscheidung „Tun wirs, oder lassen wirs?“, aufbauend auf einem konkreten Jobangebot. In Grundz&#252;gen kann man solche &#220;berlegungen nat&#252;rlich auch ohne treffen, allerdings geht man dann nat&#252;rlich ein erheblich h&#246;heres Risiko ein. In Deutschland wird zwar trotz hoher Arbeitslosigkeit &#252;ber Fachkr&#228;ftemangel wehgeklagt, wohingegen dieser in der Schweiz auch &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.caits.de/2011/33/planung-ist-alles-teil-2">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern ging es prim&auml;r erst einmal um die Entscheidung „Tun wirs, oder lassen wirs?“, aufbauend auf einem konkreten Jobangebot. In Grundz&uuml;gen kann man solche &Uuml;berlegungen nat&uuml;rlich auch ohne treffen, allerdings geht man dann nat&uuml;rlich ein erheblich h&ouml;heres Risiko ein. In Deutschland wird zwar trotz hoher Arbeitslosigkeit &uuml;ber Fachkr&auml;ftemangel wehgeklagt, wohingegen dieser in der Schweiz auch real ganz massiv vorhanden ist (die f&uuml;r Schweizer Sichtweise vergleichsweise hohe Arbeitslosenquote von etwa 3 Prozent w&auml;re in Deutschland fast schon als Vollbesch&auml;ftigung zu bezeichnen). Dennoch ist man am Schweizer Arbeitsmarkt nur mit einer hohen Qualifikation f&uuml;r potenzielle Arbeitgeber von Interesse. Mit einem reinen Ausbildungsberuf ohne akademisches T&uuml;pfli oben drauf, bzw. ohne irgendwelches hochseltenes Spezial-Knowhow, rangelt man durchaus mit etlichen hundert anderen Bewerbern um die gleiche offene Stelle, und dreimal d&uuml;rft ihr raten, wer da wahrscheinlich den Zuschlag erhalten wird.</p>
<p>Komfortabler ist es also in jedem Fall, wenn man schon eine Stelle in der Schweiz in petto hat. Es ist zwar prinzipiell m&ouml;glich, auch als Stellensuchender eine Aufenthaltsbewilligung zu bekommen (immer unter der Voraussetzung, EU-B&uuml;rger zu sein), diese ist jedoch in aller Regel dann auf maximal ein Jahr befristet (also L-Bewilligung), und man muss seinen Lebensunterhalt auf jeden Fall ohne amtliche Hilfe bestreiten. Schlimmer noch: hat es dann innerhalb des Bewilligungzeitraums mit der Jobsuche nicht geklappt, ist es unwahrscheinlich, dass die Bewilligung verl&auml;ngert wird, ergo m&uuml;sste man wieder ausreisen. Muss letztendlich jeder f&uuml;r sich selbst entscheiden, meins w&auml;rs nicht.</p>
<p>Gehen wir nun einmal davon aus, ihr habt euch f&uuml;r den neuen Lebensabschnitt in der Schweiz entschieden (muss ja nicht notwendigerweise auf Dauer angelegt sein, vielfach wollen Menschen auch einfach nur mal f&uuml;r einige Jahre etwas Umgebungs&auml;nderung mit Auslandserfahrung kombinieren). Dann kommt auf jeden Fall jetzt eine Menge Arbeit zu, die bis zum ersten Arbeitstag in der Schweiz bew&auml;ltigt werden will, und die man sehr grob in drei Phasen unterteilen kann: erstens vor der Auswanderung, zweitens das eigentliche Z&uuml;geln, und drittens nach der Ankunft. F&uuml;r viele mag das auf den ersten Blick sehr &uuml;berschaubar erscheinen, „ist doch auch nicht viel anders als von Stadt A in Stadt B umzuziehen (Helvetismus: zu z&uuml;geln)“. Das ist jedoch ein weit verbreiteter Irrtum, denn zum einen handelt es sich um ein anderes Land („schlimmer noch“: sogar um ein Land ausserhalb der EU), zum anderen wirkt sich hier die von den Schweizern vielger&uuml;gte Arroganz von „denen da dr&uuml;ben aus dem grossen Kanton“ aus – auch wenn zumindest in einem relativ grossen Teil der Schweiz, der sogenannten Deutschschweiz, Hochdeutsch die Amtssprache ist, so trifft man hier doch auf sehr vielf&auml;ltige kulturelle Unterschiede zwischen den Deutschen und den Schweizern, egal wie subtil diese auf den ersten Blick auch wirken m&ouml;gen. Unter anderem diese Unterschiede bedingen es, dass man sich auf die Auswanderung hierhin nicht vollkommen unvorbereitet einlassen sollte.</p>
<p>Mal wieder eine Faustregel: je besser ihr euch vorbereitet, je besser ihr &uuml;ber die Unterschiede und die Abl&auml;ufe auf den verschiedenen &Auml;mtern, die unterschiedlichen sozialen Systeme etc. informiert seid, desto reibungsloser wird das Unterfangen ablaufen, und umso freundlicher und offener wird man euch aufnehmen. Das Motto „lassen wir es mal auf uns zukommen“ wird gerade uns Deutschen hier schnell mal als typische Arroganz ausgelegt – kein gutes Startsignal, w&uuml;rd ich mal behaupten, gell.</p>
<p>Von daher: Planung ist alles.</p>
<p>In den angesprochenen drei Phasen wiederum sind etliche Dinge zu erledigen und zu regeln. Wiederum recht grob kann man das aufteilen in</p>
<ul>
<li>Passende Mietwohnung in der Schweiz finden (Hauskauf ist mal wieder ein Thema f&uuml;r sich)</li>
<li>Alte Mietwohnung k&uuml;ndigen bzw. Haus verkaufen bzw. Mieter f&uuml;r eigenes Haus suchen</li>
<li>Finanzielles sowohl in der alten wie der neuen Heimat regeln</li>
<li>Versicherungstechnisches in alter und neuer Heimat regeln</li>
<li>Sofern schulpflichtige Kinder mit von der Partie sein sollten: Schulab- und Schulanmeldung</li>
<li>Umzug organisieren (inkl. Fahrzeuge)</li>
<li>Ausweisangelegenheiten regeln</li>
</ul>
<p>In jeder Kategorie wiederum finden sich individuell unter Umst&auml;nden etliche Teilaufgaben, und viele der Einzelaufgaben setzen voraus, dass andere Dinge zuvor erledigt worden sind.</p>
<p>In unserem Fall kam dann noch hinzu, dass wir Ende Oktober feststellten, die Auswanderung in die Schweiz zwar als Paar zu beginnen, dort aber dann ab Ende Juni als kleine Familie Verst&auml;rkung durch unser erstes Kind zu bekommen. Das best&auml;rkte insbesondere mich darin, die Idee einer guten und ausf&uuml;hrlichen Planung mit einer umfangreichen Checkliste als gut und wichtig zu befinden. M. und ich einigten uns der Einfachheit halber darauf, dass sie sich um alle Aspekte der Schwangerschaft und des Nestbaus k&uuml;mmern w&uuml;rde, w&auml;hrend ich den Part der Auswanderung &uuml;bernehmen w&uuml;rde, wobei wir uns regelm&auml;ssig gegenseitig sozusagen ins aktuelle Bild setzen w&uuml;rden. Das hat in der Retrospektive betrachtet hervorragend funktioniert und uns beide doch sehr entlastet.</p>
<p>Meine Checkliste mit all unseren offenen Punkten entstand prim&auml;r unmittelbar nach der Vertragsunterzeichnung, war allerdings auch einem steten Wandel unterworfen. Es sind immer wieder mal neue Punkte hinzugekommen, und andere Dinge, von denen wir zuerst dachten, dass sie unbedingt noch zu erledigen w&auml;ren, fielen ab und zu auch mal einfach wieder durchs Raster. Der Einfachheit halber habe ich eine vollkommen unpriorisierte Offene-Punkte-Liste in Word erstellt, die zum Schluss gut gef&uuml;llte f&uuml;nf Din-A4-Seiten umfasste. Bis auf die wenigen Punkte, die die erfolgreiche Geburt unserer Kleinen voraussetzen, ist die Liste per Stand heute quasi vollst&auml;ndig abgearbeitet, auf einen Zeitraum von ca. 4 Monate vor der Auswanderung und knapp drei Monate nach der Auswanderung gestreckt.</p>
<p>In den n&auml;chsten Tagen werde ich euch nach und nach die wichtigsten Punkte vorstellen, denn vielfach liegt der Teufel im Detail, und so manche hilfreiche Info kommt einem nicht zugeflogen, sondern erfordert harte Recherche in der vermeintlich allwissenden M&uuml;llhalde.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2011 Carsten Albrecht<br />Dieser Feed ist ausschliesslich f&uuml;r eine pers&ouml;nliche, private und nicht-kommerzielle Nutzung bestimmt. <br />Eine Nutzung auf anderen Websites stellt eine Urheberrechtsverletzung dar. Wenn dieser Inhalt inkl. dieses Copyright-Vermerks nicht in deinem Feedreader dargestellt wird, sondern auf einer Website, handelt es sich folglich um einen Urheberrechtsverletzer und schn&ouml;des Copycat. (Digital Fingerprint:<br /> d40a4ec9397515f8491274cc6d563e0d (38.107.179.217) )</small> <p><a href="http://www.caits.de/?flattrss_redirect&amp;id=33&amp;md5=b415805e7aa26abe2e6b4d7c5148ef01" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.caits.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Planung ist alles, Teil 1</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 04:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon w&#228;hrend unseres Herbsturlaubs, als noch gar nichts Handfestes vorlag, begannen M. und ich verschiedene Optionen durchzuspielen. Unter anderem stand f&#252;r einen kurzen Moment die Idee im Raum, sogenannter Grenzg&#228;nger zu werden, also den Wohnsitz in einen grenznahen Ort auf deutscher Seite zu verlegen und t&#228;glich mit dem Wagen nach Luzern zu pendeln. Steuerlich w&#228;re &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.caits.de/2011/26/planung-ist-alles-teil-1">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon w&auml;hrend unseres Herbsturlaubs, als noch gar nichts Handfestes vorlag, begannen M. und ich verschiedene Optionen durchzuspielen. Unter anderem stand f&uuml;r einen kurzen Moment die Idee im Raum, sogenannter Grenzg&auml;nger zu werden, also den Wohnsitz in einen grenznahen Ort auf deutscher Seite zu verlegen und t&auml;glich mit dem Wagen nach Luzern zu pendeln. Steuerlich w&auml;re dies genau dann eine interessante Option geworden, wenn man davon ausgeht, dass ich in jedem Kalenderjahr mehr als 60 N&auml;chte ausw&auml;rts in der Schweiz verbringe (denn dann reduziert sich das in Deutschland zu versteuernde Einkommen erheblich, und obendrein wird die schon in der Schweiz einbehaltene Quellensteuer angerechnet). Eine genauere Betrachtung der so zu erwartenden t&auml;glichen Fahrstrecke und –zeit f&uuml;hrte aber ruckzuck dazu, diese Option zu streichen.</p>
<p>Somit stand fest, dass es eine Auswanderung nach dem Schema „ganz oder gar nicht“ werden w&uuml;rde. Auf jeden Fall gut, das schon vorab gekl&auml;rt zu wissen, denn dann ist gew&auml;hrleistet, dass sich alle Beteiligten &uuml;ber die Konsequenzen der Annahme des Jobangebots im Klaren sind. Insofern k&ouml;nnen wir es nur empfehlen, sich fr&uuml;hzeitig und insbesondere vor Unterzeichnung irgendwelcher Unterlagen (egal ob Arbeitsvertrag, Vorvertrag oder sonst was) &uuml;ber diesen wesentlichen Aspekt zu einigen, insbesondere dann, wenn der potenzielle Arbeitgeber nicht in Grenzn&auml;he zu Deutschland sitzt, sondern wie in unserem Fall mitten in der Zentralschweiz.</p>
<p>An dieser Stelle schon einige wertvolle Tipps an alle, denen gerade das Jobangebot aus der Schweiz ins Haus flattert (egal ob aus einer Initiativbewerbung, durch Ansprache von einem Headhunter oder wie auch immer entstanden):</p>
<ol>
<li>Ideal w&auml;re nat&uuml;rlich ein unbefristeter Arbeitsvertrag, denn zum einen gibt der eine gewisse Planungssicherheit, zum anderen ergibt sich f&uuml;r EU-Staatsb&uuml;rger dank der seit 2007 geltenden Freiz&uuml;gigkeitsabkommen daraus (oder aus einem auf mehr als ein Jahr befristeten Arbeitsvertrag) in den meisten Kantonen quasi automatisch eine f&uuml;r 5 Jahre g&uuml;ltige B-Aufenthaltsbewilligung (wie ihr fr&uuml;her oder sp&auml;ter feststellen werdet, ist in der Schweiz aufgrund des f&ouml;deralen Charakters der Eidgenossenschaft sehr vieles von Kanton zu Kanton unterschiedlich geregelt, und viele Schweizer pflegen diesen sogenannten Kant&ouml;nligeist nicht nur aus Tradition).
<p> Habt ihr zum Zeitpunkt der Einwanderung keinen oder nur einen auf max. 364 Tage befristeten Arbeitsvertrag, bedeutet das automatisch „nur“ eine auf maximal ein Jahr  befristete L-Bewilligung, die dann j&auml;hrlich zu erneuern w&auml;re. Letzteres wird sp&auml;testens bei anhaltender Arbeitslosigkeit ein ernstes Problem, denn wir Ausl&auml;nder d&uuml;rfen zwar das soziale System mit unseren Beitr&auml;gen f&uuml;ttern, so lange wir einen Job haben, sollten den gleichen Systemen aber nicht allzu lange auf der Tasche liegen. Als Grenzg&auml;nger gibt es &uuml;brigens das j&auml;hrlich zu verl&auml;ngernde „G“ als Bewilligung, und die zum dauerhaften Aufenthalt berechtigende C-Bewilligung (auch: Niederlassungsbewilligung) erh&auml;lt man fr&uuml;hestens nach Ablauf von f&uuml;nf Jahren, und auch dann nur, wenn weitere Voraussetzungen (z.B.: kein F&uuml;hrerscheinentzug innert der vergangenen f&uuml;nf Jahre, keinerlei Straff&auml;lligkeit etc.) erf&uuml;llt sind.</li>
<li>In jenem Arbeitsvertrag sollte eine Probezeit zwischen einem und maximal drei Monaten vereinbart sein; l&auml;ngere Fristen sind hierzulande eher un&uuml;blich.</li>
<li>&Uuml;blicherweise (zumindest in den meisten Branchen, abgesehen von klassischen Tagel&ouml;hner-Branchen) wird kein Stundenlohn oder Jahresgehalt vereinbart, sondern ein Monatsgehalt. Sehr h&auml;ufig ist ein 13. Gehalt zum Jahresende &uuml;blich.</li>
<li>In der Schweiz wird mehr und l&auml;nger gearbeitet als in Deutschland. Wenn ihr euch an 35 oder noch geringere Wochenarbeitszeiten gew&ouml;hnt habt, ist die Schweiz nichts f&uuml;r euch, denn hier sind 40 bis 42 Wochenstunden eher die Regel als die Ausnahme. Gleichzeitig gibt es aber auch noch erheblich weniger Jahresurlaub – 20 Tage (bezogen auf eine 5-Tagewoche, also vier Kalenderwochen) pro Jahr sind die Regel, 25 Tage (also f&uuml;nf Wochen) schon die Ausnahme. F&uuml;r einige ist dies eine wichtige Information, die ach so hohen Geh&auml;lter der Schweizer zu relativieren.</li>
<li>Als Arbeitnehmer sind wir Ausl&auml;nder quellensteuerpflichtig. Das bedeutet, in Abh&auml;ngigkeit vom Bruttogehalt wird jeden Monat ein fester Prozentsatz des Gehalts als Einkommensteuer einbehalten (soweit erst einmal kein Unterschied zu Deutschland). Der wesentliche Unterschied zu deutschen Einkommensverh&auml;ltnissen liegt darin, dass zum Jahresende keine Steuererkl&auml;rung erfolgt, es also keinen Lohnsteuerjahresausgleich gibt. Variiert das Gehalt von Monat zu Monat, ist auch der Quellensteuerabzug stets unterschiedlich, und es findet keinerlei Mittelung &uuml;bers Jahr verteilt statt.
<p>Die H&ouml;he der Quellensteuer ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich, und ausschlaggebend ist nicht der Sitz des Arbeitgebers, sondern der Wohnort-Kanton. Eine sogenannte nachtr&auml;gliche ordentliche Veranlagung steht nur dann zur Verf&uuml;gung, wenn man in die sogenannte S&auml;ule 3A einzahlt (sehr grob mit Riester/R&uuml;rup vergleichbar, also eine steuerlich gef&ouml;rderte private Vorsorge – dazu sp&auml;ter man irgendwann mehr), oder wenn man im Kalenderjahr ein Gesamteinkommen von mehr als 120&#8217;000 CHF (in Genf: 500&#8217;000 CHF) hatte (dann wird sie verpflichtend).</p>
<p>Schweizer Staatsb&uuml;rger hingegen zahlen ihre Einkommensteuer in der Regel j&auml;hrlich (auf Antrag kann man &uuml;bers Jahr verteilt aber vielfach freiwillig schon anteilig seine zu erwartende Steuer abf&uuml;hren) und im Voraus (autsch, gell? Deshalb ist bei vielen Schweizern dann auch das 13. Gehalt quasi automatisch schon futsch und verplant).</li>
<li>Selbstverst&auml;ndlich treibt euch beim Lesen eures Jobangebots eine essenzielle Frage um: „Wird das angebotene Gehalt denn &uuml;berhaupt f&uuml;r uns reichen, und stehen wir damit besser oder schlechter als in Deutschland da?“ Hierbei handelt es sich um die im Forum auf „Hallo Schweiz“ wohl am h&auml;ufigsten gestellte und meistgehasste Frage, denn hierzu gibt es keine sinnvolle pauschale Antwort. Echt nicht. Wirklich nicht. Nein, wirklich wirklich nicht. Dazu lebt jeder halt einfach zu unterschiedlich verglichen mit allen anderen, und jeder hat andere Vorlieben und Must-Haves.
<p>So sind beispielsweise die Mieten in der Schweiz ganz erheblich teurer als in Deutschland (sp&auml;ter mehr dazu), und insbesondere Rind- und Schweinefleisch sind wahre Luxusg&uuml;ter (Gefl&uuml;gel hingegen ist nur moderat teurer als in Deutschland). Auf der Gegenseite sind elektrischer Strom und viele Hightech-Elektronikger&auml;te teils deutlich preiswerter. Und da sich nun einmal jeder Warenkorb von Haushalt zu Haushalt arg unterscheidet, kann man das nicht pauschalisieren.</p>
<p>Dennoch gibt es eine Faustregel als den Zeiten, als das Kursverh&auml;ltnis von EUR zu CHF noch deutlich jenseits der 1.40er Marke lag: man addiere seine gesamten deutschen Lebenshaltungskosten in EUR gerechnet zusammen, multipliziere diesen Wert mit dem Faktor 2 und tausche das W&auml;hrungssymbol in CHF aus. Aus 1&#8217;500 EUR Lebenshaltungskosten in Deutschland werden so grob &uuml;bern Daumen gepeilt etwa 3&#8217;000 CHF, ohne sich zu verbessern oder zu verschlechtern.</p>
<p>Eine weitere gute Hilfestellung liefert die Website <a href="http://www.budgetberatung.ch/" target="_blank" class="liexternal">http://www.budgetberatung.ch/</a>. Diese stellt f&uuml;r die unterschiedlichsten Einkommen und Haushaltsgr&ouml;ssen kostenfrei Musterbudgets als <acronym title="Portable Document Format">PDF</acronym> zum Download bereit. Achtung: alle diese Muster beziehen sich auf den Schweizer Begriff des Nettolohns, also nach Abzug der Sozialabgaben (ex Krankenversicherung), aber vor Abzug der Steuern und Krankenversicherung, und ohne Ber&uuml;cksichtigung des 13. Monatsgehalts. In diesem Zusammenhang ebenfalls wichtig zu wissen: Das Sozialhilfeniveau hier liegt aktuell etwa bei 2&#8217;300 CHF, und ein Haushaltseinkommen unter 4&#8217;600 CHF gilt als arm.</p>
<blockquote><p>Zitat: „Die Armutsgrenze liegt bei 2490 Franken f&uuml;r einen Einpersonenhaushalt und bei 4603 Franken f&uuml;r ein Paar mit zwei Kindern. Liegt das Einkommen nach Abzug der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge und der Steuern unter dieser Grenze, gilt man als arm. Zur Berechnung werden Grundbedarf wie Lebensmittel, Kleidung, Verkehrsmittel, Kommunikation und Energie sowie eine mittlere Miete und eine durchschnittliche Krankenkassenpr&auml;mie herangezogen.“</p></blockquote>
<p> (<a href="http://www.nzz.ch/2005/11/21/il/newzzEGAI41S6-12.html" target="_blank" class="liexternal">Quelle dazu</a>)</li>
</ol>
<p>Das sind nur die ersten wichtigen Tipps zur Entscheidungsfindung, die ausschliesslich finanzielle Aspekte ber&uuml;cksichtigen. Letztendlich sollten diese aber nur zur Entscheidung f&uuml;r oder gegen eine Auswanderung <strong>beitragen</strong>, jedoch <strong>keinesfalls ausschliesslich</strong> herangezogen werden. F&uuml;r eine Entscheidung von erheblichem Wert sind noch ganz andere Aspekte, wie</p>
<ul>
<li>Gef&auml;llt mir die Landschaft? Bin ich / sind wir wintersport- oder bergwander-begeistert? Oder touren wir gerne mit dem Rad oder dem T&ouml;ff (bedeutet: Motorrad) durch die Gegend?</li>
<li>Komme ich mit dem Gedanken klar, von einem Tag auf den anderen selbst der Ausl&auml;nder/die Ausl&auml;nderin zu sein, und dies auch zeitlebens zu bleiben? Merke: gerade als Deutsche werden wir eigentlich immer aufgrund unserer vorwiegend hochdeutschen Aussprache als solche zu erkennen sein (auch wenn Leute aus den neuen Bundesl&auml;ndern oder dem s&uuml;ddeutschen Raum mit ihren sehr deutlichen eigenen Dialekten es pauschalisiert ein kleines Bitzli einfacher mit der Integration haben werden als Deutsche aus anderen Regionen, wird man auch sie stets an der Aussprache als Deutsche erkennen).</li>
<li>Neige ich eher dazu mich „unter meinesgleichen“ einzuigeln, oder gehe ich offen auf fremde Menschen und Kulturen zu und bem&uuml;he mich um Integration? Es ist sicherlich hilfreich, wenn man eher ein „Vereinsmensch“ ist, denn so findet man sehr schnell Anschluss.</li>
<li>Ist mein Fell dick genug, hin und wieder auch mal eine Titulierung als „Sauschwoob“ oder dergleichen verkraften zu k&ouml;nnen (Ewiggestrige, die einem nicht die Wurst auf dem Butterbrot g&ouml;nnen und sich stets als von „den Ausl&auml;ndern“ &uuml;bervorteilt empfinden, gibt es &uuml;berall, so auch in der Schweiz)? Habe ich Kinder, und falls ja, verkraften diese es, dauerhaft aus ihrem gewohnten sozialen Umfeld gerissen zu werden?</li>
<li>Habe ich in Deutschland noch fixe finanzielle Verpflichtungen (insbesondere laufende Kredite), die ich nicht vorzeitig l&ouml;sen/tilgen kann (trifft heuer sehr h&auml;ufig auf Haushalte mit auf Pump gekauften PKW zu, und das wird dann sp&auml;testens 12 Monate nach der Einreise in die Schweiz ein Problem, wenn der Wagen in der Schweiz zugelassen werden muss)?</li>
<li>Habe ich wenigstens einige tausend Euro auf der hohen Kante, die ich in das Abenteuer Auswanderung investieren kann? Damit wir uns da richtig verstehen: ohne ein finanzielles Polster, das ausreichend dick ist, um mindestens drei Schweizer Monatsmieten sowie die sonstigen Lebenshaltungskosten f&uuml;r mindestens einen Monat zzgl. der Kosten f&uuml;r Umzugsspedition oder Mietlaster bequem bezahlen zu k&ouml;nnen, wird es wahrscheinlich sehr schwierig.
<p>Ihr m&uuml;sst n&auml;mlich folgendes &uuml;berlegen:<br />f&uuml;r die Wohnung ist mindestens eine Netto-Monatsmiete, meist sind zwei Monatsmieten Kaution (hier: Depot) f&auml;llig, mindestens die erste echte Monatsmiete muss ebenfalls noch aus deutschem Einkommen bestritten werden, und bis das erste Schweizer Gehalt auf dem Konto eingegangen ist, will man auch etwa einen Monat lang satt werden und nicht verdursten, also wird das noch in Deutschland erwirtschaftete Sparguthaben nochmals belastet.</p>
<p>F&uuml;r eine seri&ouml;se Spedition, die euch den M&ouml;beltransport abnimmt, ist ebenfalls ein bemerkenswerter Anschaffungswiderstand (gemessen in Euro) zu leisten (f&uuml;r unseren 2-Personen-Haushalt mit ehemals 71qm Wohnfl&auml;che bei einer zu &uuml;berwindenden Strecke von 650 km waren das allein schon gut 2&#8217;800 EUR). Die mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls zeitweise f&auml;llige doppelte Haushaltsf&uuml;hrung ist da noch gar nicht ber&uuml;cksichtigt bei.</p>
<p>Auch die Idee, f&uuml;r die Auswanderung einen Kredit aufzunehmen, solltet ihr euch besser gleich aus dem Kopf schlagen. Das erachte ich fast schon als Garant daf&uuml;r, sp&auml;ter einmal zur Belustigung der dummen Massen als wandelnder Lachsack auf der Mattscheibe in einer der ber&uuml;chtigten Auswanderersendungen zu enden (am besten gleich dreifach: beim Auswandern, beim Scheitern als R&uuml;ckkehrer und hinterher v&ouml;llig &uuml;berschuldet dann medienwirksam bei Herrn Zwegert). Butter bei die Fische, wie es im Ruhrpott so bildreich heisst: wir haben knapp einen f&uuml;nfstelligen Betrag in die Hand genommen und unter die Leute verteilt (Details ebenfalls in einem sp&auml;teren Beitrag).</li>
<li>Mir fallen noch etliche weitere zu beleuchtende Aspekte ein, aber dieser Post ist eh schon viel zu lang geworden – f&uuml;hlt euch ermuntert, weitere Ideen in euren Kommentaren beizutragen.</li>
</ul>
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		<title>Wie alles begann</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 06:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich arbeitete seit rund sieben Jahren f&#252;r eine Softwareentwicklungsfirma f&#252;r Business-Software in Dortmund, die ihre wichtigsten Produkte vergleichsweise wenig mit eigenem Vertrieb, sondern sehr stark &#252;ber ein Partner-Netzwerk verkauft und vertreibt. Zu den Schwerpunkten meiner T&#228;tigkeit z&#228;hlte die Schulung der Projektmanager dieser Partner in Installation und Anpassung unserer Produkte, aber auch das Coaching und Hilfestellung &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://www.caits.de/2011/20/wie-alles-begann">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich arbeitete seit rund sieben Jahren f&uuml;r eine Softwareentwicklungsfirma f&uuml;r Business-Software in Dortmund, die ihre wichtigsten Produkte vergleichsweise wenig mit eigenem Vertrieb, sondern sehr stark &uuml;ber ein Partner-Netzwerk verkauft und vertreibt. Zu den Schwerpunkten meiner T&auml;tigkeit z&auml;hlte die Schulung der Projektmanager dieser Partner in Installation und Anpassung unserer Produkte, aber auch das Coaching und Hilfestellung bei besonders komplexen Projektanforderungen. Diese Schwerpunkte brachten es mit sich, dass ich seit Jahren quer durch halb Europa gereist bin und mit den verschiedensten Partnern kooperiert habe. So lernte ich Anfang 2010 unter anderem auch meinen zuk&uuml;nftigen Schweizer Arbeitgeber kennen.</p>
<p>Mit dem Gedanken, &uuml;ber kurz oder lang Deutschland den R&uuml;cken zu kehren, spielte ich schon ziemlich lange, insbesondere da mich manch Entwicklung in der EU Richtung &Uuml;berwachungsstaat sehr gest&ouml;rt hat, und speziell in Deutschland auch der Umstand, dass der gesellschaftliche Mittelstand immer mehr gemolken und ausgepresst wird, egal welche Koalition gerade das Sagen hat. Da ich zu den Leuten geh&ouml;re, die gerne N&auml;gel mit K&ouml;pfen machen statt lediglich herumzulamentieren, habe ich stets zu meinen Freunden und Bekannten gesagt &#8220;da bleiben einem eigentlich nur zwei M&ouml;glichkeiten &#8211; entweder selbst in der Politik aktiv werden (und Gefahr laufen dann genauso korrumpiert zu werden wie alle anderen) oder halt auszuwandern&#8221;.</p>
<p>Im September/Oktober 2010 ergab es sich dann, dass der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Schweizer Partners und ich quasi zuf&auml;llig miteinander in Kontakt traten, und w&auml;hrend eines Emailaustauschs liess er durchsickern, dass er in seinem ECM-<acronym title="Toll, ein anderer machts">TEAM</acronym> noch eine vakante Stelle habe &#8211; sinngem&auml;ss &#8220;ob ich nicht jemanden mit sehr detailliertem Knowhow zu unserem Produkt kenne, den es in die Schweiz ziehen w&uuml;rde&#8221;. Meine Lebensgef&auml;hrtin M. und ich planten gerade einen zweiw&ouml;chigen Herbsturlaub, von dem die erste Woche mit dem Abschluss eines Drachenflugkurses in S&uuml;dfrankreich schon gesetzt war. Ich zeigte M. jene Email, und sie meinte &#8220;das klingt ja fast so, als wolle er dir einen Job anbieten&#8221;. Ich konterte &#8220;genau darum handelt es sich auch&#8221;, gefolgt von &#8220;Was meinst du, soll ich das weiterverfolgen?&#8221;, und sie erwiderte dazu &#8220;klar, wenn das Angebot gut f&uuml;r dich ist, ziehen wir das durch&#8221;.</p>
<p>Ich schlief erst einmal eine Nacht dr&uuml;ber und begann vorsichtig, mich &uuml;ber die Lebenshaltungskosten und das Gehaltsgef&uuml;ge in meiner Branche in der Schweiz zu informieren, um wenigstens grob absch&auml;tzen zu k&ouml;nnen, mit welchen Gehaltsvorstellungen ich in konkretere Verhandlungen eintreten k&ouml;nnte. Auch &uuml;ber einige grundlegende andere Dinge sammelte ich schon erste Informationen. Bewusst entschied ich mich dagegen, direkt zur&uuml;ckzumailen, sondern wollte den Beginn unseres Urlaubs abwarten und erst aus Frankreich heraus zur&uuml;ckschreiben.</p>
<p>So brachen wir nach Frankreich auf, und gegen Mitte der Woche schrieb ich endlich zur&uuml;ck, falls er konkretere und insbesondere l&auml;ngerfristige Pl&auml;ne habe, w&auml;re es evtl. ganz interessant, wenn wir zwei uns mal direkt zu einem Gespr&auml;ch zusammensetzen w&uuml;rden. Wir w&auml;ren &#8220;quasi grad in der Gegend, nur etwa 1.500 km entfernt, in Urlaub&#8221;, und w&auml;ren f&uuml;r die Planung unserer Weiterreise weitgehend offen, zumal wir eh eine St&auml;dtetour entlang der Mittelmeerk&uuml;ste geplant h&auml;tten. Prompt erhielt ich umfassend Antwort und eine Einladung zu einem Gespr&auml;ch mit zwei Terminvorschl&auml;gen. Es w&auml;re super, wenn wir uns an einem der beiden Tage treffen k&ouml;nnten, und falls wir zusagten, w&uuml;rde er sich um ein Hotelzimmer f&uuml;r uns k&uuml;mmern. So kam es, dass wir in der zweiten Oktoberh&auml;lfte w&auml;hrend unserer R&uuml;ckreise einen Zwischenstopp in Luzern einlegten. M. ging trainieren, ich machte mich auf den kurzen Fussweg zu meinem Gespr&auml;chstermin.</p>
<p>W&auml;hrend eines herrlich ungezwungenen Kaffeeplauschs &uuml;ber unsere Urlaube gingen wir dann eher zwischen den Zeilen und sozusagen nebenbei auf den eigentlichen Zweck unseres Treffens ein, und nach etwa eineinhalb Stunden und nur minimalen Abweichungen in unseren Gehaltsvorstellungen waren wir uns grunds&auml;tzlich handelseinig. Geplanter Arbeitsbeginn April 2011, so dass allen Beteiligten ausreichend Vorbereitungszeit zur verf&uuml;gung steht &#8211; insbesondere uns, da wir fortan vieles vorzubereiten hatten.</p>
<p>Etwa eine Woche nach unserer R&uuml;ckkehr ins Ruhrgebiet traf der erste Vertragsentwurf per Email ein, eine weitere Woche sp&auml;ter waren die Entw&uuml;rfe unter Dach und Fach, am 04.11.2010 waren die Vertr&auml;ge unterzeichnet und in trockenen T&uuml;chern. Diese Sicherheit im R&uuml;cken, reichte ich am ersten mir m&ouml;glichen B&uuml;ro-Anwesenheitstag, dem 11.11. (allerdings erst gegen 14 Uhr, einen Karnevalsgag wollte und konnte ich terminlich bedingt nicht draus machen) meine K&uuml;ndigung zum 31.03.2011 ein. Mein damaliger Chef war nat&uuml;rlich zuerst tief entt&auml;uscht, erkannte jedoch von Anfang an an, dass ich mit offenen Karten spielte und auf reibungslose Projektabschl&uuml;sse sowie eine saubere &Uuml;bergabe meiner vielf&auml;ltigen Aufgaben an meine Arbeitskollegen abzielte.</p>
<p>Und so war der Grundstein f&uuml;r unser Projekt &#8220;Auswanderung&#8221; gelegt.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2011 Carsten Albrecht<br />Dieser Feed ist ausschliesslich f&uuml;r eine pers&ouml;nliche, private und nicht-kommerzielle Nutzung bestimmt. <br />Eine Nutzung auf anderen Websites stellt eine Urheberrechtsverletzung dar. Wenn dieser Inhalt inkl. dieses Copyright-Vermerks nicht in deinem Feedreader dargestellt wird, sondern auf einer Website, handelt es sich folglich um einen Urheberrechtsverletzer und schn&ouml;des Copycat. (Digital Fingerprint:<br /> d40a4ec9397515f8491274cc6d563e0d (38.107.179.217) )</small> <p><a href="http://www.caits.de/?flattrss_redirect&amp;id=20&amp;md5=880ca811a0577d3c070ae652843da7dd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.caits.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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